Er hielt sich am Rumpf seines Schiffes fest

Boot kentert: Segler (62) nach 43 Stunden auf hoher See vor Floridas Küste gerettet

Staurt Bee bei seiner Rettung

30. November 2020 - 15:09 Uhr

Containerschiff fischt Stuart Bee aus dem Atlantik

Stuart Bee sieht müde aus, abgekämpft. Erleichtert. Tränen in den Augen, sicher auch des Glücks, diesen Alptraum überlebt zu haben. 43 Stunden lang treibt Bee auf offener See vor der Küste Floridas mit seinem gekenterten Boot, er hält sich am Rumpf der "Stingray" fest. Dann fischt ihn die Crew des Containerschiffs "Angeles" aus dem Atlantik und rettet dem 62-Jährigen das Leben.

Küstenwache schickt Suchflugzeug los

Schiffbruch
Stuart Bee hielt sich am Rumpf seins gekenteren Schiffes fest.

Am Freitagnachmittag bricht er gegen 16 Uhr zu seinem Segeltörn auf, verlässt eine Marina in Port Canaveral. Als er am Samstag etwa zur selben Zeit noch nicht zurück ist, macht seine Familie sich Sorgen. Stuart Bee bleibt normalerweise nicht länger als 24 Stunden auf See.

Sie benachrichtigt die Küstenwache, die ein Suchflugzeug losschickt. Ohne Ergebnis, es gibt keine Spur von Stuart Bee und seinem Boot. Niemand weiß, dass Bee in ernsten Schwierigkeiten steckt. Es gibt Probleme mit der "Stingray", Wasser dringt in die Kabine, das Boot kentert. Es droht zu sinken. Bee schafft es, sich an den Rumpf zu klammern, hofft auf Rettung. Er treibt auf dem offenen Meer, knapp 140 Kilometer von der Küste entfernt.

Am Sonntagmorgen sieht er in der Ferne die "Angeles", ein Containerschiff. Stuart Bee winkt mit seinem Hemd, und tatsächlich - er wird gesehen! Die Crew weiß, dass ein Segler vermisst wird, die Küstenwache hatte alle Schiffe in der Umgebung alarmiert. Die erfahrenen Seemänner an Bord der "Angeles" wissen, was zu tun ist. Bee auch, er bleibt ganz ruhig, er vermeidet hastige Bewegungen, damit seine "Stingray" nicht untergeht.

Als er schließlich an Bord seines Retterschiffes klettert, hat er Tränen in den Augen. 43 Minuten war er auf See, fast zwei volle Tage.