Explosionsartige Verstärkung

Bomben-Zyklon bringt Erdrutsche, Überschwemmungen und Sturzfluten an US-Küste

Statt über Brände berichten Medien über den Staat im Westen der USA nun immer häufiger über Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche.
Statt über Brände berichten Medien über den Staat im Westen der USA nun immer häufiger über Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche.
© AP, Noah Berger, FRE

26. Oktober 2021 - 8:33 Uhr

Überschwemmungen und Sturzfluten

Statt mit der Dürre beschäftigen sich Menschen an der US-Westküste momentan mit hohen Regensummen und Orkanböen. Zwar können die noch immer lodernden Waldbrände in Kalifornien wohl gelöscht werden, doch machen Überschwemmungen und Sturzfluten das Leben nicht einfacher.

Soviel Regen wie sechs Monate lang nicht

Allison Chan and son Ian Dimaano stroll past a puddle as rain falls in Alameda, Calif., on Sunday, Oct. 24, 2021. An atmospheric river storm, the strongest to hit the Bay Area in two years moved through the Bay Area on Sunday. (Anda Chu/Bay Area News
Die trockenene Zeiten in Kaliforniens Stadt San Francisco sind vorerst vorbei.
© AP, Anda Chu, AC

Mehrere Regentage in Folge hat der US-Bundesstaat Kalifornien lange nicht mehr erlebt. Im Gegenteil die vergangenen Dürrezeiten begünstigten den ein oder anderen Waldbrand. Im Norden des Golden State brennen aktuell noch immer Feuer. Doch durch die neue Wetterlage hat sich nun einiges geändert und selbst die letzten Brände könnten nun gelöscht werden und der Grundwasserspiegel wieder steigen.

Statt über Brände berichten Medien über den Staat im Westen der USA nun immer häufiger über Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche. Zum Teil fiel an einem Tag soviel Regen, wie in dem halben Jahr zuvor. Doch wie ist das möglich?

Was hat so plötzlich den Regen gebracht

Rocks and vegetation cover Highway 70 following a landslide in the Dixie Fire zone on Sunday, Oct. 24, 2021, in Plumas County, Calif. Heavy rains blanketing Northern California created slide and flood hazards in land scorched during last summer's wil
Durch die plötzlichen Regenfälle kommt es in Kalifornien häufiger zu Erdrutschen.
© AP, Noah Berger, FRE

Die hohen Regensummen sind einer Reihe Stürme zu verdanken, die sich über dem nördlichen Pazifik an der Westküste der USA und Kanada bildeten. Einer dieser Stürme weitete sich gar zu einem Bomben-Zyklon aus und brachte Orkanböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde und Wellen von mehr als 10 Metern Höhe an die Küste British Columbias.

Der Sturm nahm am vergangenen Donnerstag, 21. Oktober 2021, ein fast schon hurrikanartiges Aussehen an. Der atmosphärische Druck des Sturms war auf 951 hPa abgesunken – von zuvor 986 hPa am Mittwoch. Der Sturm hat sich also in kürzester Zeit expolsionsartig zu einem Hurrikan der Kategorie 3 verstärkt. Bei einem Druckabfall von 24 hPa und mehr innerhalb von 24 Stunden spricht man von einer Bombogenese. Auslöser einer solchen Zyklogenese ist das Zusammentreffen von kalter Luft aus dem Norden und warmer aus dem Süden. Bei einem solch schnellen Druckabfall müssen die Temperaturunterschiede recht hoch gewesen sein.

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Regen und Sturm auch in Nevada und Utah

In this image from a Caltrans remote traffic video camera, snow is cleared from a shoulder lane along Interstate 80 at Donner Summit, Calif., Monday, Oct. 18, 2021. A cold front passing through drought-stricken California brought snow to the northern
Auf den Bergen muss mit Schneefall gerechnet werden, wie hier auf dem Donner Pass.
© AP, ER

US-Meteorologen warnen davor, dass es noch nicht vorbei sei und weiterhin mit Orkanböen, Starkregen und sogar Schneefall in den Bergen gerechnet werden muss. Der Bomben-Zyklon zieht jetzt allmählich südwärts und bestimmt nicht nur in Kalifornien das Wetter, sondern auch in den benachbarten Staaten Nevada und Utah.

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(kfb)