69 Intensivpatienten müssen evakuiert werden

Bombenfund an Uniklinik Bonn: Elf Covid-19-Fälle werden verlegt

01. April 2020 - 22:30 Uhr

Fliegerbombe bei Bauarbeiten an Uniklinik Bonn entdeckt

Am Mittwochvormittag haben Bauarbeiter auf dem Gelände der Uniklinik in Bonn eine Fünf-Zentner-Bombe entdeckt. Bevor die Fliegerbombe am Donnerstagmorgen entschärft werden kann, müssen nach Angaben der Universitätsklinik über 200 Patienten aus dem angrenzenden Klinikbereich evakuiert werden. Darunter sind elf Coronavirus-Patienten, wie Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, im RTL-Interview erklärte. Sie sollen innerhalb der Bonner Klinik verlegt werden. Insgesamt sind demnach 69 Intensivpatienten betroffen, fünf davon haben Covid-19.

Räumung am Venusberg und in Dottendorf am Donnerstagvormittag

Neben dem Klinikbereich müssen auch im Bonner Stadtteil Dottendorf Anwohner ihre Häuser am Donnerstag verlassen, wie die Stadt Bonn mitteilte. Carsten Sperling, Leiter des Stadtordnungsdienstes in Bonn, erklärte, über 1.200 Menschen müssten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Die Bewohner würden in einer Schule im Zeitraum der Entschärfung betreut und versorgt, so Sperling im RTL-Interview: "Wir werden natürlich jetzt in der Coronavirus-Krise darauf achten, dass nicht zu viele Menschen in einem Raum untergebracht werden müssen."

Die Klinik muss in einem Umkreis von 300 Metern um den Fundort geräumt werden. "Ein größerer Umkreis von insgesamt 500 Metern darf während der Entschärfung am Donnerstag nicht betreten werden beziehungsweise muss in Teilen ebenfalls evakuiert werden", heißt es in der Mitteilung.

Die Evakuierung soll am Donnerstag um 9 Uhr beginnen und bis 14:30 Uhr abgeschlossen sein. Dann kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Tat schreiten und die 250-Kilogramm-Bombe unschädlich machen. Wie schnell die Entschärfung - bei planmäßigem Verlauf - gehen soll, erfahren Sie im Video.