Live-Ticker: alle Infos rund um die Störung

Bombenentschärfung in Köln legt Bahnverkehr, RTL und ntv lahm

Bombenfund am Kölner Rheinufer
© RTL

21. Januar 2020 - 12:33 Uhr

Massive Behinderungen im Bahnverkehr befürchtet

Mitten in Köln haben Bauarbeiter am Rheinufer eine Weltkriegsbombe entdeckt. Direkt neben der Brücke, über die ein Großteil des Fernverkehrs der Bahn führt. Und: direkt neben dem Sendezentrum von RTL und ntv. Ab neun Uhr soll die Bombe heute entschärft werden. Viele Reisende müssen deshalb mit erheblichen Behinderungen rechnen. RTL muss mit seinem Mittagsmagazin Punkt 12 nach Berlin ziehen - und ntv sendet direkt vom Rheinufer. Hier im Live-Ticker alle Informationen für Reisende und Zuschauer von RTL und ntv.

+++ 12:19 Kampfmittelräumer: Entschärfung war nicht einfach +++

Einem Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Düsseldorf ist es zu verdanken, dass Köln wieder aufatmen kann: In etwa 25 Minuten machten zwei Experten den Blindgänger unschädlich. Einer von ihnen ist Stefan Höreth. Im Gespräch mit RTL erklärt er, wie die Entschärfung der "Standardbombe" verlief.

+++ 11:59 Weltkriegsbombe ist erfolgreich entschärft +++

Das ging fix: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die Weltkriegsbombe am Ostufer des Rheins in Köln entschärft. Um 11.53 Uhr meldeten die Sprengstoffexperten dem Ordnungsamt Entwarnung, teilte die Stadt mit. Demnach geht von dem Blindgänger mit einem Aufschlagzünder "keine Gefahr mehr aus". Alle Sperren inklusive der Schifffahrtssperre werden wieder aufgehoben. Die entschärfte Bombe wird den Angaben zufolge nun verladen und in einem Fachbetrieb zerlegt und entsorgt. Die Menschen dürfen nun in die zuvor evakuierten Gebäude zurückkehren.

+++ 11:56 Burkard und RTL senden "Punkt 12" erstmals aus Berlin +++

Normalerweise sendet RTL sein Mittagsmagazin "Punkt 12" aus dem Kölner Studio. Aber das ist ja nun geräumt worden. Deshalb hat sich das Team kurzerhand in den Flieger nach Berlin gesetzt, um im RTL/ntv-Hauptstadtstudio eine Premiere anzugehen: Erstmals wird die Sendung unweit des Regierungsviertels produziert. Moderatorin Katja Burkard freut sich trotz der Umstände über das Novum.

+++ 11:46 Kampfmittelräumdienst startet Entschärfung +++

Es geht los: Das Kölner Ordnungsamt hat dem Kampfmittelbeseitigungsdienst die Freigabe für den Beginn der Bombenentschärfung erteilt. Zuvor hat es laut der Stadtverwaltung noch einen zweiten Rundgang des Ordnungsamtes durch das Evakuierungsgebiet gegeben. "In den Unternehmen, Wohnungen und auf den gesperrten Straßen halten sich nun keine Personen mehr auf", teilte die Stadt mit.

+++ 11:39 Lotsen wollen "Landerichtung der Flugzeuge drehen" +++

Der Luftraum über dem Bombenfundort am Kölner Rhein ist zwar gesperrt, der herkömmliche Flugverkehr wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. "Sobald die Entschärfung beginnt, werden wir versuchen, die Landerichtung der Flugzeuge zu drehen", sagte ein Sprecher des Flughafens Köln/Bonn der RTL/ntv Redaktion. So solle verhindert werden, "dass es überhaupt Auswirkungen gibt".

+++ 11:23 Stadt-Sprecherin: Kölner sind da schon sehr erprobt +++

Der Weg für die Bombenentschärfung ist frei, in Kürze wird über den Beginn informiert. Die Stadt Köln blickt der Aktion gelassen entgegen. "Das ist eine ganz normale Kampfmittellage, wie wir sie letztes Jahr 25 mal hatten", sagte eine Stadtsprecherin bei ntv. "Wir Kölner sind da schon sehr erprobt." Die Besonderheit sei diesmal, "dass größtenteils Firmen betroffen sind und weniger Anwohner".

+++ 11:15 Evakuierungen sind abgeschlossen +++

Die Evakuierungen der betroffenen Gebäude sind abgeschlossen, wie die Stadt Köln mitteilte. Demnach werden Luftraum, Schifffahrt und Bahnverkehr "zeitnah eingestellt", um dann die Entschärfung freizugeben.

+++ 11:02 Notteams von RTL und ntv haben Evakuierungsgebiet verlassen +++

Das Gebäude, in dem auch die Mediengruppe RTL ihren Sitz hat, ist leer. Bis 11 Uhr mussten auch die Notteams ihre Plätze räumen. Damit ist der Weg für die geplante Bombenentschärfung frei, das Ordnungsamt informiert unverzüglich darüber. Insgesamt sind rund 10.000 Menschen von der Evakuierung betroffen. Bei der Mediengruppe RTL sind rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt.

+++ 10:44 Blindgänger befindet sich nahe den ntv-Chefbüros +++

+++ 10:34 Bahnhof im Evakuierungsgebiet ist dicht +++

Wegen der anstehenden Bombenentschärfung fahren Fernzüge ohne Halt im Bahnhof Köln Messe/Deutz. RTL-Reporter Henning Werle hat ein paar Fotos vom geräumten Gebäude gemacht.

+++ 10:15 Blick in verwaiste ntv-Redaktion +++

Die Kolleginnen und Kollegen haben längst draußen Stellung bezogen - zu sehen auf ntv oder im ntv Livestream. ntv-Chefredakteurin Sonja Schwetje hat sich zuvor ihr Smartphone geschnappt, um Ihnen einen Blick in die verwaiste Redaktion des Wirtschaftsressorts zu gewähren.

+++ 09:58 Blindgänger hat "mindestens einen Aufschlagzünder" +++

In etwa zwei Stunden soll der Kampfmittelbeseitigungsdienst laut Plan mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe beginnen. Einer Mitteilung der Stadt Köln zufolge handelt es sich dabei um einen US-amerikanischen Zehn-Zentner-Blindgänger "mit mindestens einem Aufschlagzünder".

+++ 09:35 ntv-Sendezentrum ist noch besetzt +++

Um den Sendeablauf möglichst wenig zu beeinträchtigen, ist noch eine Notbesetzung von RTL und ntv im Gebäude der Mediengruppe im Einsatz. ntv-Chefredakteurin Sonja Schwetje hat ein Foto aus dem ntv-Sendezentrum geschickt, in dem noch fleißig gearbeitet wird. Mutmaßlich dürfen die Kolleginnen und Kollegen bis 10 Uhr im Gebäude bleiben.

Das ntv-Sendezentrum bleibt bis 10 Uhr besetzt
Das ntv-Sendezentrum bleibt bis 10 Uhr besetzt
© RTL

+++ 09:21 Evakuierungsgebiet wird abgesperrt +++

Das Ordnungsamt  hat das Gebiet um die Bombe weiträumig abgesperrt
Das Ordnungsamt hat das Gebiet um die Bombe weiträumig abgesperrt
© RTL

+++ 09:09 Ordnungsamt startet ersten Klingelrundgang +++

Für alle, die im Evakuierungsgebiet weder über den ntv-Liveticker noch über sonstige Quellen von der anstehenden Bombenentschärfung erfahren haben, hat das Kölner Ordnungsamt um 9 Uhr einen ersten Klingelrundgang gestartet. In einer Mitteilung der Stadt heißt es, dass nun auch Straßensperren errichtet werden. "Wenn alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben und die Krankentransporte abgeschlossen sind, wird das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung der Weltkriegsbombe geben", teilte die Stadt weiter mit.

+++ 08:45 Diese Bahnverbindungen sind beeinträchtigt +++

Die Entschärfung der Weltkriegsbombe wird voraussichtlich massive Einschränkungen im Bahnverkehr mit sich bringen. Ab 9 Uhr werden Fern- und Regionalzüge ohne Halt in Köln Messe/Deutz verkehren, teilte die Deutsche Bahn mit. Mehrere ICE werden demnach umgeleitet. Unter anderem sind die Strecken von Köln nach Berlin, München, Frankfurt/Main, Stuttgart und Brüssel betroffen. Auch Zugausfälle seien nicht ausgeschlossen. Details finden Sie auf der Seite der Deutschen Bahn. Der auf der anderen Rheinseite befindliche Hauptbahnhof zählt zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten im deutschen Eisenbahnnetz.

+++ 07:57 Auch Schiffsverkehr wird gestoppt +++

Von der Evakuierung sind nicht nur die Gebäude in unmittelbarer Nähe des Bombenfundortes und die Hohenzollernbrücke betroffen, sondern auch der Rhein. Die Stadt Köln teilt mit, dass die Sperrungen "ebenfalls für den Schiffverkehr und den Luftraum" gelten.

+++ 07:35 RTL und ntv senden von außen weiter +++

Auch wenn die Evakuierung im Gange und auch das Gebäude der Mediengruppe RTL betroffen ist: Der Sende- und Produktionsbetrieb wird aufrechterhalten. So ist Katja Burkard soeben in Berlin eingeflogen, um von dort das RTL-Mittagsmagazin "Punkt 12" zu moderieren. ntv wird während der Evakuierung live von außerhalb des gesperrten Bereiches senden.

Die technische Abwicklung wird hauptsächlich vom Außenstandort Ossendorf erfolgen, der außerhalb des Evakuierungsgebietes liegt. Ein Großteil der Mediengruppen-Mitarbeiter arbeitet zunächst von Zuhause.

+++ 06:12 Start des Livetickers +++


Liebe Leserinnen und Leser, bei Bauarbeiten am Ostufer des Rheins in Köln ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Betroffen sind von einer Evakuierung unter anderem ein Altenheim sowie das Gebäude der Mediengruppe RTL. Da die Redaktion von ntv.de in Berlin sitzt, können wir Sie trotzdem mit einem Liveticker zur Bombenentschärfung versorgen. Hier erfahren Sie auch, welche mitunter bundesweiten Verkehrseinschränkungen die Aktion mit sich bringt.