Selbstständiger Werkstatt-Besitzer fühlt sich alleine gelassen

Bombe in Stahnsdorf gesprengt - Anwohner: „Hier ist alles kaputt“

Nach Bomben-Sprengung: Angst vorm Sturm Anwohner: "Hier ist alles kaputt"
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Anwohner: "Hier ist alles kaputt"
Nach Bomben-Sprengung: Angst vorm Sturm

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Im Video: Tür, Fenster und Dachziegel zerstört - Sonntag kommt Sturm Sabine

Eine 500-Kilogramm-Bombe haben Spezialisten am Freitagabend im brandenburgischen Stahnsdorf gesprengt. Die Detonation riss Türen aus dem Rahmen, die Druckwelle sprengte Fenster und deckte Dachziegel ab. Am Samstagmorgen wurden mehrere Häuser für unbewohnbar erklärt. Ein Betroffener ist Sven Ratzburg. Der Selbstständige zeigt, wie die Explosion seine Werkstatt verwüstet hat. Die Eingangstür seines Ladens hat die Wucht der Detonation aus den Angeln gerissen, dem Dach seines Hauses fehlen Dachziegel. Warum er sich vor dem ab Sonntag angekündigten Sturm Sabine allein gelassen fühlt, erklärt er im Video.

6.000 Menschen zwischenzeitlich evakuiert

Rund 6.000 Menschen mussten wegen des Blindgängers ihre Wohnungen verlassen. Sie verbrachten den Abend in zwei Notquartieren - dem Rathaus und einer Sporthalle. Die Sprengung war nötig, da der Zünder der Weltkriegsbombe für eine Entschärfung zu verkrustet war, so die offiziellen Angaben. Die meisten Menschen konnten nach der Sprengung noch am Freitagabend in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Wie viele Häuser genau für unbewohnbar erklärt wurden, dazu machte ein Sprecher der Feuerwehr keine Angaben. Die Höhe des Sachschadens war noch unklar. Die Betroffenen seien „alle inzwischen in Hotels und bei Bekannten untergekommen. Wie es für sie weitergeht, kann das Ordnungsamt erst am Montag sagen“, so der Sprecher. Die Gemeinde Stahnsdorf schreibt auf ihrer Website , die außergewöhnliche Situation erfolgreich gemeistert zu haben. Nichts, was die Sorgen von Sven Ratzburg - wer ihm nun hilft und wie er sein zerstörtes Heim vor dem Sturm schützen soll - schmälert.