Bönte: Mega-Fight gegen Joshua "bedeutet Wladimir sehr viel"

26. Januar 2017 - 10:28 Uhr

Zwei explosive Puncher, deren Kampfrekorde insgesamt 71 Knockouts zieren, kreuzen vor 90.000 Zuschauern die Fäuste: Man muss schon weit in den Box-Geschichtsbüchern zurückblättern, um eine Schwergewichts-Weltmeisterschaft mit ähnlichen Dimensionen zu finden, wie den Mega-Fight zwischen Wladimir Klitschko und Anthony Joshua am 29. April im Londoner Wembley-Stadion (live bei RTL).

Wembley-Stadion ausverkauft

Selbst für den Ring-Veteranen Klitschko, der in seiner mehr als 20-jährigen Laufbahn schon an den berühmtesten Schauplätzen der (Box-)Welt die Fäuste geschwungen hat, ist der Kampf im Fußball-Tempel der Briten etwas ganz besonderes. "Dieser Kampf bedeutet Wladimir sehr viel. Er ist neben den beiden WM-Fights gegen Chris Byrd (2000 und 2006, Anm. d. Red.), dem ersten Kampf gegen Samuel Peter (2005), dem ersten Stadion-Duell in der Veltins-Arena gegen Ruslan Chagaev (2009) und den Titelvereinigungen gegen David Haye (2011) und Sultan Ibragimov (2008 im New Yorker Madison Square Garden) sicherlich einer der wichtigsten seiner Karriere", sagte Bernd Bönte, Manager des Ex-Champions, im Interview mit dem Fachblatt 'Boxsport'.

Zu den finanziellen Dimensionen des Gefechts könne er zwar noch nichts sagen, der Kampf werde aber in 150 Ländern übertragen, so Bönte, das Wembley-Stadion "mit 90.000 Zuschauern ausverkauft sein". In zwei Verkaufsphasen waren in kürzester Zeit 80.000 Tickets vergriffen, das Duell sprengt in England sämtliche Ticketrekorde. Wegen des enormen Andrangs wird die Kapazität auf 90.000 Plätze aufgestockt. "Wir hätten Wembley zweimal füllen können", ließ Joshuas Promoter Eddie Hearn jüngst verlauten.

Klitschko: Erst Kiew, dann Tirol

14.12.2016, Wembley Stadium, London, GBR, Anthony Joshua vs Wladimir Klitschko, Pressekonferenz, im Bild Anthony Joshua MBE (left) and Wladimir Klitschko // Anthony Joshua MBE (left) and Wladimir Klitschko during the press conference PK Pressekonfere
Anthony Joshua und Wladimir Klitschko werden im Wembley-Stadion vor 90.000 Zuschauern um die Schwergewichts-Krone boxen.
© imago/Eibner Europa, imago sportfotodienst

Bönte betonte, wie gut und reibungslos die Zusammenarbeit mit Hearns Promoter-Firma 'Matchroom Boxing' trotz der extrem anspruchsvollen Vorbereitungen für das Mammut-Projekt laufe: "Eddie Hearn und 'Matchroom' sind Profis, wir ebenso. Und wenn Profis zusammenarbeiten und vor allem daran interessiert sind, einen Event der Extraklasse im Teamwork durchzuführen, sind eventuell auftauchende Probleme lösbar."

Klitschko wird Bönte zufolge Ende Februar in seiner Heimatstadt Kiew ein erstes Trainingslager beziehen. Anschließend schlägt 'Dr. Steelhammer' wie immer seine Zelte beim Stanglwirt in Tirol auf, um sich den letzten Feinschliff zu holen. Der Manager des langjährigen Schwergewichts-Dominators verriet zudem, dass noch Pressekonferenzen in New York und Deutschland geplant seien, um den WM-Fight jenseits wie diesseits des Großen Teichs zu promoten.