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"Bitte erschießen Sie mich nicht!"

Bodycam-Video der Polizei soll erstmals die komplette Festnahme von George Floyd zeigen

George Floyd Video Daily Mail
George Floyd Video Daily Mail
© RTL, Screenshot "Daily Mail"

04. August 2020 - 7:45 Uhr

Polizei-Kameras dokumentieren Einsatz in Minneapolis

Zwei Polizisten halten ein Auto an, reden auf den Fahrer ein und halten ihm gezogene Waffen ins Gesicht. Es ist George Floyd aus Minneapolis, der hier am Steuer sitzt. Der George Floyd, der am der am 25. März 2020 von einem Cop getötet wurde, nachdem er sich auf dessen Hals kniete und ihm die Luftzufuhr abschnitt. Die britische "Daily Mail" hat jetzt ein exklusives Video veröffentlicht, welches von Bodycams der Polizisten Thomas Lane und Alex Kueng aufgenommen worden sein soll. Auf dem Material sieht man die letzten Momente von Floyd – von der ersten Begegnung mit der Polizei bis hin zum Eintreten der Bewusstlosigkeit, die zu seinem Tod mit 46 Jahren führt.

"Ich habe gerade erst meine Mutter verloren"

Im Video sind beide Aufnahmen abwechselnd zu sehen. Es startet mit den zwei Polizisten, als diese den Supermarkt betreten, in dem Floyd angeblich mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt haben soll. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Supermarktverkäufer gehen beide hinaus zu Floyds Wagen. Die Aufnahme zeigt zunächst die Perspektive des Polizisten Alex Kueng, der zur Beifahrertür geht und Floyds Kumpel anspricht und darum bittet, aus dem Auto zu steigen. Im Hintergrund hört man bereits die Auseinandersetzung zwischen Thomas Lane und Floyd.

Lande klopft jetzt an die Scheibe der Fahrertür, bittet Floyd, sie zu öffnen. Als dieser sie aufmacht, hält Lane ihm seine Pistole ins Gesicht. "Mr. Officer, please don't shoot me. Please man" – zu deutsch "Officer, bitte erschießen Sie mich nicht. Bitte!" – unter anderem hört man diesen Satz. Wir schauen nun in das verzweifelte Gesicht von Floyd. Sehen also das, was wir zuvor nur gehört haben. Die Auseinandersetzung wird immer brenzliger, da Floyd nicht die Anweisungen der Polizei befolgt, unter anderem weigert er sich, seine Hände aufs Lenkrad und dann auf seinen Hinterkopf zu legen. Er startet eine Diskussion, die die zwei Polizisten ungeduldiger werden lässt. Er sagt den Polizisten, dass er gerade erst seine Mutter verlor. Und dann fleht er weiter, nicht erschossen zu werden. "Ich werde dich nicht erschießen!" sagt Lane. Nachdem Floyd noch immer nicht von alleine ausgestiegen ist, wird er am Oberarm gepackt und aus dem Auto heraus gezerrt. Sie legen ihm Handschellen an und sagen ihm, dass er aufhören soll, sich zu widersetzen. Floyd geht in Richtung der Streife, im Hintergrund sieht man seine Exfreundin und seinen Beifahrer reden.

Am Polizeiwagen angekommen, erklärt Floyd verzweifelt, dass er unter Klaustrophobie leide und Angst habe, zu sterben. Er will, dass die Polizisten daher bei ihm bleiben. Jetzt weigert er sich, sich in den Wagen zu setzen, wird dazu aber überredet. Immer wieder versucht er aber, dagegen anzukämpfen, die Szene wird immer hektischer. Am Ende des Handgemenges zieht einer der zwei Polizisten Floyd aus den Wagen, wo er auf der Straße liegen bleibt. Hier beginnt der Todeskampf. 

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