Bodo Ramelow will sich für Flüchtlingsfamilie mit Vierlingen in Jena einsetzen

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27. April 2016 - 11:18 Uhr

Darf die albanische Familie in Deutschland bleiben?

Die Zukunft der vor einem halben Jahr in Jena geborenen Vierlinge einer Flüchtlingsfamilie aus Albanien in Thüringen ist ungewiss. Bei der Taufe der Babys verwiesen Kirchenvertreter auf eine drohende Abschiebung der Familie. Zu der Zeremonie in der evangelischen Kirche in Jena-Winzerla kam auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) als einer der Taufpaten.

Die drei Mädchen und der Junge der Familie waren Mitte Oktober in der Universitätsklinik Jena in der 32. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Inzwischen haben sie sich nach Angaben der Mediziner gut entwickelt.

Die Flüchtlingsfamilie ist von Abschiebung bedroht, weil Albanien zu den sicheren Herkunftsländern gehört, deren Bürger in der Regel kein Anrecht auf Asyl in Deutschland haben. Die Eltern waren nach eigenen Angaben im Juli 2015 nach Deutschland geflüchtet, weil sie sich wegen der schlechten medizinischen Versorgung in ihrem Heimat um die Gesundheit ihrer Vierlinge große Sorgen machten.

Ramelow will sich nach Angaben der Staatskanzlei im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten dafür einsetzen, dass die Familie bleiben kann. Die Kinder und ihre Eltern sollte eine sichere Zukunft haben.