Mit 22 Jahren war sie das jüngste Opfer

Bluttat in Ohio: Angreifer erschoss auch seine eigene Schwester

© REUTERS, BRYAN WOOLSTON, CLH/BW/MMA/CLH/

4. August 2019 - 21:29 Uhr

22-Jährige war unter den Todesopfern

Unter den Toten der Bluttat im US-Bundesstaat Ohio ist nach Polizeiangaben auch die Schwester des Schützen. Sie sei mit 22 Jahren das jüngste Opfer, sagte der leitende Polizist Matt Carper am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Bei dem Täter handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen 24 Jahre alten Weißen. 

Polizisten töteten den bewaffneten Angreifer

Der 24 Jahre alte Täter soll in der Nacht zum Sonntag nahe einer Bar in Dayton neun Menschen erschossen und weitere verletzt haben. Polizisten töteten den Angreifer. Sein Motiv ist noch unklar. Die Opfer waren zwischen 22 und 57 Jahre alt. Sechs der Toten waren Afroamerikaner.

Der Mann habe mit einer Langwaffe geschossen, sagte Carper. Nach Angaben von Bürgermeisterin Nan Whaley trug der Täter dunkle, schusssichere Schutzkleidung. Er habe eine Waffe mit vielen zusätzlichen Patronenmagazinen benutzt.

Sechs der Toten waren Afroamerikaner.
Sechs der Toten waren Afroamerikaner.
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Es war das zweite Massaker in den USA innerhalb von 24 Stunden

In El Paso wird ein 21 Jahre alter Verdächtiger beschuldigt, am Samstagmorgen (Ortszeit) in dem Einkaufszentrum in der Grenzstadt in Texas 20 Menschen getötet und 26 weitere verletzt zu haben. Der mutmaßliche Täter hatte sich nach der Tat ergeben.

Die Ermittler in den USA stufen das Massaker in einem Einkaufszentrum im texanischen El Paso mit 20 Toten als inländischen Terrorismus ein. Man erwäge, eine Anklage wegen Hassverbrechen gegen den Verdächtigen zu erheben, sagte John Bash von der Generalstaatsanwaltschaft am Sonntag. Er kündigte ein entschlossenes Vorgehen der Behörden an. "Wir werden das tun, was wir mit Terroristen in diesem Land machen, wir werden für rasche und sichere Gerechtigkeit sorgen." Bezirksstaatsanwalt Jaime Esparza kündigte an, in dem Fall die Todesstrafe zu fordern.

US-Präsident Donald Trump nannte die "hasserfüllte Tat" tragisch und einen "Akt der Feigheit".
US-Präsident Donald Trump nannte die "hasserfüllte Tat" tragisch und einen "Akt der Feigheit".
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