Blutiges Wochenende in Nigeria: Über 110 Tote bei Anschlägen

04. März 2014 - 8:14 Uhr

Bei schweren Anschlägen von Islamisten im westafrikanischen Nigeria sind allein am vergangenen Wochenende über 110 Menschen ums Leben gekommen. Die folgenreichsten Angriffe hatten sich in der Stadt Maiduguri ereignet, als in kurzer Folge zwei Autobomben explodierten und 52 Menschen in den Tod rissen. Seit Jahresbeginn habe die für die Bluttaten verantwortliche Sekte Boko Haram rund 660 Menschen getötet, teilte die "Gesellschaft für bedrohte Völker" (GfbV) mit.

Sie warf den nigerianischen Behörden vor, im Kampf gegen die Gruppe zu versagen: "Statt die Zivilbevölkerung wirksam vor dem Terror zu schützen, sterben jede Woche mehr Zivilisten", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Auch die Verhängung des Ausnahmezustandes über drei Bundesstaaten im vergangenen Jahr habe die Zivilbevölkerung nicht vor der Gewalt schützen können, hieß es. Die Boko Haram kämpft für einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia im muslimisch geprägten Norden Nigerias.