Blutiger Anschlag auf Militärparade im Iran - IS bekennt sich zur Tat

22. September 2018 - 21:47 Uhr

Ahwas: Islamistische Terroristen bekennen sich zum Anschlag

Bei einem Anschlag während einer Militärparade in Ahwas im Südwesten des Iran sind mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Die Terrormiliz IS hat sich zu der Tat bekannt. Die Führung in Teheran kündigt eine "konsequente Reaktion" an.

Alle vier Angreifer wurden offenbar getötet

Von einem Park aus schossen vier Täter mit Sturmgewehren auf Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden. Nach Angaben der staatlichen Agentur "IRNA" sind unter den Opfern nicht nur Soldaten, sondern auch Zivilisten - darunter mehrere Kinder. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

Ein Sprecher der Streitkräfte erklärte, ein Mädchen sei getötet worden, ebenso wie ein Veteran im Rollstuhl. Auch ein Journalist sei dem Überfall zum Opfer gefallen. Mehr als 57 Menschen wurden verletzt.

Alle vier Angreifer wurden offenbar getötet. Augenzeugen sprachen von Minuten andauernden Feuergefechten. Die IS Terrormiliz übernahm inzwischen die Verantwortung für den Anschlag.

Irans Präsident Rohani macht die USA für den Anschlag mitverantwortlich

Irans Präsident Hassan Rohani drohte mit einer "vernichtenden Antwort" auf die Attacke, für die seine Regierung die USA und Saudi-Arabien mitverantwortlich machte. "Diejenigen, die diesen Terroristen Informationen und Unterstützung bei der Verbreitung ihrer Propaganda gewähren, werden sich dafür verantworten müssen", sagte er.

Rohani war Gast einer Militärparade in Teheran. Überall im Land werden am 22. September solche Paraden abgehalten. Sie sollen an den Beginn des ersten Golfkriegs gegen den Irak erinnern, vor genau 38 Jahren.

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Nicht der erste Anschlag dieser Art im Iran

Der Anschlag ist der schwerste dieser Art im Iran in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2017 hatten IS-Anhänger in der Hauptstadt Teheran das iranische Parlament und das Mausoleum des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini angegriffen. Damals kamen 18 Menschen ums Leben.