Blutige Auseinandersetzung: Angeklagte schweigen

Eine Bronzeplastik der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild
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27. Mai 2020 - 16:30 Uhr

Nach einer blutigen Auseinandersetzung vor einer Diskothek im Frankfurter Ostend haben sich seit Mittwoch ein 27 und ein 29 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Anklage legt dem Deutsch-Marokkaner und dem Deutschen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last. Bei der Tat im April vergangenen Jahres sollen die Männer vor dem Tanzlokal in Streit geraten sein. Zuvor sollen sie vom späteren Opfer ein Auto gemietet und bei verschiedenen Fahrten mehrere Strafzettel produziert haben. AZ 3390 Js 216519/19

Im Lauf der Auseinandersetzung soll es zunächst zu Schlägen und Tritten gekommen sein. Später soll das Opfer, das sich bereits am Boden krümmte, mit einer abgebrochenen Glasflasche schwer verletzt worden sein. Stark blutend wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht. Wie er als Zeuge angab, hatte die Attacke erhebliche psychische Folgen für ihn.

Vor Gericht äußerten sich die beiden Angeklagten nicht zu den Vorwürfen. Sie waren nach der Tat geflüchtet, wurden jedoch später identifiziert und festgenommen. Die Schwurgerichtskammer hat zunächst fünf Verhandlungstage bis Ende Juni terminiert.

Quelle: DPA