Es geht auch ohne Arzttermin

So finden Sie ganz einfach Ihre Blutgruppe heraus

Mit einem Pikser in den Finger können Sie zu Hause Ihre Blutgruppe bestimmen.
Mit einem Pikser in den Finger können Sie zu Hause Ihre Blutgruppe bestimmen.
© iStockphoto, NatchaS

08. Juni 2021 - 14:59 Uhr

Blutgruppen-Bestimmung ist auch ohne Arzt möglich

Wie war noch einmal meine Blutgruppe? Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt? Wer sie nicht aus dem Kopf weiß, kann sie zum Beispiel im Impfpass nachschauen. Aber: Nicht alle Ärzte hinterlegen sie dort. Nächste Möglichkeit: im Blutspenderausweis nachschauen – wenn man denn regelmäßig Blut spendet. Für Frauen gibt es noch den Mutterpass, der Auskunft geben kann. Und natürlich kann man auch bei seinem Hausarzt nachfragen oder die eigene Blutgruppe dortselbst über einen Bluttest bestimmen lassen. Doch es geht noch einfacher – und sogar ganz ohne Arzttermin!

Blutgruppe mit Selbsttest bestimmen: So funktioniert's

In der (Online-)Apotheke finden Sie für etwa 25 Euro Schnelltests, mit denen Sie ihre Blutgruppe in wenigen Minuten zu Hause herausfinden. Dieser funktioniert ganz einfach:

  • In dem Test befindet sich eine Karte mit vier Feldern. Auf diese Felder muss zunächst jeweils ein Tropfen Wasser geträufelt werden (dafür beinhalten die Test-Kits eine Pipette).
  • Desinfizieren Sie eine Fingerkuppe mit dem beigelegten Alkoholtupfer.
  • Stechen Sie sich nun mit der Lanzette so in die desinfizierte Fingerkuppe, dass etwas Blut fließt.
  • Berühren Sie die Karte nicht mit dem Finger, sondern benutzen Sie die im Kit enthaltenen Sticks, um etwas Blut aufzunehmen. Geben Sie jeweils einen kleinen Tropfen Blut auf die vier Felder und vermischen Sie es dort mit den Wassertropfen. Wichtig: Für jedes Feld muss ein neuer Stick verwendet werden!
  • Nach etwa 40 Sekunden erhalten Sie das Ergebnis: Hierbei kommt es darauf an, welche Farbe die Blutstropfen auf den Feldern angenommen haben. Welches Ergebnis welche Blutgruppe bedeutet, wird in der Gebrauchsanweisung erklärt.

Neben der Blutgruppe zeigt der Test auch Ihren Rhesusfaktor an. Der kann entweder positiv oder negativ ausfallen. Menschen mit einem positiven Rhesusfaktor haben bestimmte Proteine auf der Zellwand aufsitzen. Das ist bei Personen mit dem Faktor negativ nicht der Fall.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Welche Blutgruppen gibt es?

AB, A, B und 0 sind die bekanntesten. Diese werden in Kombination mit dem Rhesusfaktor angegeben, der positiv oder negativ sein kann.

Unterm Strich gibt es also acht Varianten. Am häufigsten sind Menschen in Deutschland nach Angaben der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) A positiv (rund 37 Prozent) und 0 positiv (rund 35 Prozent), am seltensten vertreten ist die Kombination AB negativ (rund 1 Prozent).

ABO und Rhesus sind nur 2 unter vielen Blutgruppensystemen. Ein weiteres, das beispielsweise auf den DRK-Blutspendeausweisen angeben wird, ist das Kell-System (Kell-positiv oder Kell-negativ).

Die Blutgruppen und ihre Risiken

Menschen mit der Blutgruppe 0 haben ein erhöhtes Risiko, an einem Herzinfarkt oder Diabetes zu erkranken. Sie neigen aber seltener zu Blutgerinnseln. Wer Blutgruppe A, B oder AB hat, könnte dagegen eher eine Thrombose entwickeln. Eine Studie von Wissenschaftlern aus Kiel in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe aus Norwegen hatte gezeigt, dass es auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus Unterschiede gibt. Diese These hatte sich in der Folge aber nicht erhärtet.

Blutgruppen-Diät: Ernährungstipps für alle Blutgruppen

Der Naturheilkundler Peter D'Adamo entwickelte die sogenannte Blutgruppendiät. Was hinter diesem Ernährungskonzept steckt und wie sinnvoll es wirklich ist, erfahren Sie hier.

Video-Playlist: Alles, was Sie jetzt über das Coronavirus wissen müssen