Jeff Bezos stellt All-Fähre vor

Was will der Amazon-Chef auf dem Mond?

10. Mai 2019 - 11:59 Uhr

Amazon will tonnenschwere Lasten zum Mond schießen

Es ist ein ambitioniertes Projekt: Amazon-Gründer Jeff Bezos hat in Washington ein Modell seiner Mondlandungsfähre "Blue Moon" präsentiert. Das Raumschiff soll schon bald tonnenschwere Lasten zum Erdtrabanten bringen. Welche das sein sollen, wollte er nicht verraten. Ein munteres Rätselraten beginnt. Die Bilder der Mond-Gala zeigen wir im Video.

Jeff Bezos greift nach den Sternen

Founder, Chairman, CEO and President of Amazon Jeff Bezos poses with children from 'Club of the Future' after his space company Blue Origin's space exploration lunar lander rocket called Blue Moon was unveiled at an event in Washington, U.S., May 9,
Der reichste Mann der Welt stellt sein Mond-Projekt vor.
© REUTERS, CLODAGH KILCOYNE, CK/KV

"Es ist Zeit wieder zum Mond zu fliegen - dieses Mal, um zu bleiben", sagte Bezos am Donnerstag bei der Enthüllung in Washington. Es sei ein unglaubliches Fahrzeug. Seine Firma Blue Origin habe seit drei Jahren am Design des Shuttles "Blue Moon" gearbeitet. Es solle bis zu vier Mondautos sowie Geräte für wissenschaftliche Untersuchungen und eventuell sogar Menschen an Bord nehmen können.

Nach Medienberichten soll es sich bei der Mission um einen ersten Schritt auf dem Weg zur Besiedlung des Erdtrabanten handeln. Dazu ist jedoch eine funktionierende Logistik mit Versorgungsgütern notwendig - ein lukratives Frachtgeschäft, auf das Bezos höchstwahrscheinlich abzielt. Laut Experten ist der Markt für Start und Betrieb von Satelliten, entsprechenden Diensten und diversen Regierungsprojekten pro Jahr rund 300 Milliarden Dollar schwer. 

Einen konkreten Zeitplan für einen möglichen Start nannte er allerdings nicht. Im Publikum saßen unter anderem Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa sowie potenzielle Blue-Moon-Kunden.

Mit Blue Moon will der Amazon-Chef "Träumer entfesseln"

Ende März hatte die Regierung in Washington die Nasa zur Eile gedrängt: Binnen fünf Jahren sollten Amerikaner wieder auf den Mond landen, das ist das erklärte Ziel. "Ich liebe das", sagte Bezos nun über diesen ambitionierten Zeitplan. "Wir können dabei helfen, diese Frist einzuhalten."

Der 55-Jährige hatte vor gut einem Jahr gesagt, Blue Origin sei "das Wichtigste, was ich mache". Er denke, dass die Erschließung des Sonnensystems unter anderem nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern.

"Blue Origin baut die Infrastruktur, um eine neue Generation von Träumern zu entfesseln. Ich habe diese Menschen heute getroffen, die Zukunft ist in guten Händen", twitterte Bezos nach der Veranstaltung.

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Auch Tesla-Chef Elon Musk greift nach den Sternen.
© dpa, Jae C. Hong, JCH pat fgj

Bezos ist derzeit der reichste Mann der Welt. Er ist Gründer und Chef des weltgrößten Online-Händlers Amazon sowie Eigentümer der "Washington Post".

Mit seinen Mondlandeplänen befindet sich Bezos in guter Gesellschaft. Auch Tesla-Chef Elon Musk verfolgt mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX ähnlich ambitionierte Vorhaben. Beide amerikanischen Raketenanbieter erhalten hoch dotierte Aufträge von der Regierung in Washington und können so die Preise auf dem kommerziellen Markt drücken.