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Bloß nicht ins Wasser pinkeln! Diese Knallhart-Strafen drohen Touris auf Mallorca

Kippen wegschnipsen, oben ohne sonnen, Alkohol im Freien

Bloß nicht ins Wasser pinkeln! Diese Knallhart-Strafen drohen Touris auf Mallorca

Urlauber sitzen am Badestrand von SÂArenal auf der spanischen Baleareninsel Mallorca und trinken Sangria mit Strohhalmen aus einem Eimer, aufgenommen am 28.07.2006. SÂArenal (früher auch El Arenal genannt) ist ein weitestgehend künstlich angelegter T
Wer auf Mallorca gegen die Regeln verstößt, riskiert teilweise drastische Strafen
picture-alliance/ ZB, Andreas Lander

Seit Jahrzehnten ist Mallorca eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen und wird deswegen auch schon scherzhaft als das „17. Bundesland“ bezeichnet. Viele Deutsche haben sich in den vergangenen Jahren auf der Baleareninsel niedergelassen, manche genießen ihren Ruhestand, andere möchten wiederum geschäftlich durchstarten, weil sie dort mehr Möglichkeiten als in der Heimat sehen. Noch häufiger kommen die Deutschen allerdings als (Party-) Touristen – und bei ihrer ausgelassenen Feierei vergessen so manche ihre gute Erziehung. Doch Vorsicht: Wer sich auf Mallorca daneben benimmt, muss mit überraschend harten Strafen rechnen!

Wir haben uns die Gesetze der spanischen Insel angeschaut und sie mit den in Deutschland geltenden verglichen.

Wildpinkeln am Strand, in den Dünen oder am Wasser

Mallorca: Wer viel trinkt – auf Mallorcas Partymeilen wohl vor allem Alkohol – muss die Flüssigkeit auch wieder loswerden. Wer das etwa am Strand, in den Dünen oder am Wasser tut, dem droht im „17. Bundesland“ eine Geldstrafe von bis zu 1.500 Euro.

Deutschland: Uriniert man in Deutschland in der Öffentlichkeit, droht ein Verwarn- oder Bußgeld zwischen 35 und 5.000 Euro, in besonders schweren Fällen ein Bußgeld oder sogar bis zu 1 Jahr Freiheitsstrafe.

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Kaugummis oder Zigaretten auf die Straße werfen

Mallorca: Normalerweise droht auf Mallorca in diesem Fall eine Geldstrafe zwischen 50 und 200 Euro.

Deutschland: In Deutschland gibt es zwischen den einzelnen Bundesländern große Unterschiede: Am günstigsten kommt man in Düsseldorf, Hannover und Dresden mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro weg, in Berlin kostet eine weggeworfene Zigarette dagegen sogar 120 Euro.

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Mallorca: Jede Strafe hat einen Hintergrund und so wird es hier wohl auch der Fall sein. Dieses Vergehen kann auf der Insel bis zu 750 Euro kosten.

Deutschland: Hierzulande kann sogar eine Freiheitsstrafe folgen! Bis zu einem Jahr kann es dafür ins Gefängnis gehen, ansonsten ist eine Geldbuße in Höhe von bis 1.000 Euro fällig.

Oben ohne sonnen

Mallorca: Eine Strafe in Höhe von bis zu 750 Euro kann Frauen drohen, sollten sie sich oben ohne auf Mallorca sonnen und sich den örtlichen Gesetzen widersetzen.

Deutschland: In Deutschland lässt sich die Frage nach der Bestrafung nicht klar beantworten. Zwar gilt oben ohne sonnen als Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld von bis zu 500 Euro vorgesehen ist, allerdings kommt es darauf an, wer verantwortlich ist für den Fall. Ist es etwa nicht das Landratsamt, sondern sind es die Stadtwerke, kann es auch mal bis zu 2.500 Euro kosten.

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Achtung bei Alkohol auf der Straße!

Durchgestrichenes Eimersaufen-Schild auf Mallorca
Alkohol trinken ist auf Mallorca nicht überall erlaubt!
IMAGO / blickwinkel

Mallorca hat noch weitere Benimmregeln für Verhaltensweisen aufgestellt, die in Deutschland zwar ebenfalls nicht gern gesehen sind, aber keine Strafe zur Folge haben:

  • Ein Bußgeld zwischen und 50 und 200 Euro droht, wenn man in Badebekleidung in der Innenstadt unterwegs ist.
  • Öffentlicher Alkoholkonsum beziehungsweise in der Öffentlichkeit betrunken auffällig werden, kann eine Geldstrafe von bis zu 3.000 Euro nach sich ziehen.
  • Wer trotz roter Flagge (Lebensgefahr) baden geht, den erwartet eine Geldstrafe von bis zu 3.000 Euro.
  • In Deutschland ist Alkohol auf der Straße kaufen vielerorts normal – auf Mallorca wird es mit einer Geldstrafe bis zu 750 Euro belegt.

Zeit für Saufgelage könnte vorbei sein

Und die örtliche Regierung hat auch seit ein paar Jahren dem Eimersaufen den Kampf angesagt: Wer ein Trinkgelage in der Öffentlichkeit mit mehr als zehn Personen veranstaltet, der muss tief in die Tasche greifen. Bis zu 3.000 Euro werden da fällig.

Wer mit dem Auto auf der schönen Insel unterwegs ist, für den gelten darüber hinaus auch noch weitere Regeln. Der spanische Bußgeldkatalog gilt sogar als einer der härtesten in ganz Europa. (nul/dhe)