Plötzlich ging’s ganz schnell

13-Minuten-Blitzgeburt: Baby kommt auf der Krankenhaustoilette

Familie Stibbard erholt sich gemeinsam von der aufregenden Geburt.
© Facebook/Laura Stibbard

12. August 2020 - 15:39 Uhr

13 Minuten dauerte die Blitzgeburt

Von einer schnellen Geburt träumen vermutlich alle werdenden Mütter. Aber so schnell schaffen es nur die wenigsten. Zwischen dem Verlassen ihres Zuhauses und der Geburt der kleinen Emilia Grace lagen nur 13 Minuten. Ihre Mutter Laura Stibbards wollte sich eigentlich auf den Weg ins Krankenhaus machen, um die Geburt einzuleiten, doch Emilia Grace hatte andere Pläne.

Fruchtblase geplatzt - und nun?!

Im Auto platzte dann allerdings die Fruchtblase. Laura und ihr Mann Simon schafften es noch ins Krankenhaus, der Kreißsaal war allerdings zu weit weg. Eine Behindertentoilette lag direkt am Eingang, Laura ging hinein, stützte sich am Becken ab, presste einmal und schon war die kleine Emilia Grace auf der Welt.

"Ich war vier Tage über dem errechneten Termin und wir wollten die Geburt einleiten", erinnert sich Laura Stibbards. In den Tagen davor verspürte sie keinerlei Wehen, bis sie in der Nacht vor der Blitzgeburt vom Schreien ihrer älteren Tochter aufwachte. "Ich spürte etwas, das Wehen sein könnten", erklärt Laura gegenüber "Metro".

Wirklich beunruhigt war sie allerdings nicht. Die junge Mutter entschied sich, ihren Mann schlafen zu lassen und machte einige Entspannungsübungen auf einem Gymnastikball. Am Morgen frühstückten die beiden, bevor sie die Geburtsklinik anriefen und sich für die Einleitung der Geburt ankündigten.

Der Weg in den Kreißsaal war zu lang

Um 6.40 Uhr verließen die beiden das Haus, als auf halbem Wege die Fruchtblase platzte. "Ich entschuldigte mich noch für das viele Wasser auf dem Autositz", erinnert sich Laura. Im Krankenhaus angekommen, spürte sie deutlich, wie das Baby nach unten drückte.

Die zur Stelle eilenden Hebammen wollten sie noch in einem Rollstuhl zum Kreißsaal bringen, doch Laura spürte, dass ihr dafür keine Zeit mehr bleiben würde. In einer nahen Behindertentoilette hatte sie etwas mehr Privatsphäre, als auf dem breiten Krankenhausflur und brachte mit Hilfe der Hebammen ihre kleine Tochter um 6:53 Uhr morgens zur Welt.

Erste Kuscheleinheit auf der Krankenhaustoilette

"Ich saß auf einer Box, während mein Mann die Nabelschnur durchtrennte und unsere Tochter zum ersten Mal im Arm hielt", erinnert sich Laura an die ungewöhnliche Geburt. Nach dieser aufregenden Geburt erholt sich die Familie jetzt gemeinsam mit Emilias größerer Schwester Jessica.