Blick auf den Mumienschatz: Illmersdorfer Kirche öffnet

25. September 2020 - 10:01 Uhr

Die kleine Fachwerkkirche in Illmersdorf (Spree-Neiße) wird am 3. Oktober erstmals wieder einen ganzen Tag für Besucher geöffnet. Das 1742 vom damaligen Rittergutsbesitzer Caspar Ernst von Normann erbaute Gotteshaus kann zwischen 10.00 und 16.00 Uhr besichtigt werden, informierte Pfarrer Robert Marnitz. Er habe dafür den Tag der Deutschen Einheit gewählt, weil es die Kirche ohne die deutsche Einheit nicht mehr geben würde. Zu DDR-Zeiten war seinen Angaben zufolge beschlossen worden, dass Ort und Gotteshaus dem Braunkohleabbau weichen sollten.

In der Illmersdorfer Kirchengruft befinden sich elf mumifiziere Leichen aus dem Adelsgeschlecht derer von Normann. Fünf der gut erhaltenen Toten liegen in Särgen mit gläsernen Deckeln und können vom Grufteingang aus besichtigt werden.

Der 100-Seelen-Ort hat keine eigene Kirchengemeinde mehr. Deshalb ist auch die Kirche nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung offen.

Quelle: DPA