Blair vor Irak-Untersuchungsausschuss

12. Februar 2016 - 0:06 Uhr

Der frühere britische Premierminister Tony Blair ist zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres als Zeuge von einem Irak-Untersuchungsausschuss befragt worden.

Das Gremium untersucht die Rechtmäßigkeit der britischen Beteiligung an der US-geführten Invasion im Irak im Jahr 2003. Blair gab zu Beginn der auf mehrere Stunden angesetzten Anhörung zu, Hinweise, der Einmarsch könnte nicht rechtmäßig sein, bewusst verworfen zu haben.

Der damalige Generalstaatsanwalt Lord Peter Goldsmith hatte darauf hingewiesen, dass für einen Einmarsch eine weitere UN-Resolution nötig gewesen wäre. Blair sagte, er sei davon ausgegangen, dass Goldsmith seine Meinung geändert hätte, wenn er den vollen Verhandlungsstand im UN-Sicherheitsrat gekannt hätte.