BKA: Terroristen verlagern ihr Werben um Nachwuchs immer mehr ins Netz

Ein Propagandavideo einer IS-Miliz zeigt voll verschleierte Frauen mit Gewehren
Ein Propagandavideo einer IS-Miliz zeigt voll verschleierte Frauen mit Gewehren
© dpa, Syriadeeply.org

11. März 2018 - 14:59 Uhr

BKA besorgt über Islamisten-Rekrutierung

Radikale Islamisten versuchen immer stärker, Nachwuchs über das Internet zu gewinnen. Davor warnt das Bundeskrimnalamt (BKA). Demnach birgt die Rekrutierung über das Netz eine immer größere Gefahr.

Propaganda immer professioneller

"Die Propaganda ist professioneller geworden und wird mittlerweile zielgruppengerecht produziert", sagte eine BKA-Sprecherin. Dschihadisten würden ihre Propaganda immer mehr auf soziale Medien wie YouTube, Facebook oder Twitter und Messengerdienste wie Telegram und WhatsApp verlagern. Dadurch sei der Zugriff und der Konsum der Propaganda wesentlich einfacher. Zudem werde der Inhalt inzwischen in mehreren Sprachen veröffentlicht.

Dass Islamisten sich der sozialen Netzwerke bedienen, ist nicht neu: Schon lange nutzen sie Twitter, YouTube und Co. zur Verbreitung ihrer Ansichten. Die Plattformen stellt das vor eine große Herausforderung, denn anstößige und radikale Inhalte müssen sie von ihren Seiten löschen. Doch diese tauchen an anderer Stelle schnell wieder auf, da die Islamisten laufend neue Profile erstellen. Schon vor mehr als zwei Jahren erklärte das Hacker-Kollektiv den Dschihadisten daher den Krieg: Viele Social-Media-Konten wurden seit dem angegriffen oder gelöscht. Der Kampf gegen die Verbreitung islamistischer Propaganda über Messengerdienste dürfte aber auch die Hacker vor große Probleme stellen.