Bundeskriminalamt entsetzt - Video über WhatsApp und Facebook geteilt

Mit Texten und Emojis: Deutsche Teenager machen sich über vergewaltigtes Kind lustig

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28. Oktober 2019 - 16:28 Uhr

BKA entsetzt: Deutsche Teenager verbreitet Kinderporno über soziale Netzwerke

Ein etwa 10 Jahre alter Junge wird in einem Steinbruch vergewaltigt - eine Kamera filmt alles mit. Dieses grauenvolle Video landet irgendwann auf Computern und Handys bei Teenagern in Deutschland. Anstatt den Kinderporno sofort bei der Polizei zu melden, schicken die Jugendlichen das Video einfach an Freunde weiter - in Gruppenchats bei WhatsApp und auch per Facebook-Messenger. Die Nachrichten sind teilweise mit "lustigen" Texten oder "witzigen" Emojis versehen. Jetzt ermittelt das Bundeskriminalamt gegen 21 Jugendliche und junge Erwachsenen.

Polizei durchsucht Wohnungen von 21 Verdächtigen in Deutschland

Kinderpornographie
Ermittlern gelingt Schlag gegen Kinderpornographie in Deutschland.
© deutsche presse agentur

Die Polizei hat die Wohnungen von 21 Verdächtigen in Deutschland durchsucht. Der jüngste Verdächtige ist 14 Jahre alt - und damit gerade mal strafmündig. Er älteste mutmaßliche Täter ist 26 Jahre alt. Je vier der 21 Verdächtigen leben nach Angaben der Ermittler in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Je zwei Tatverdächtige stammen aus Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen und je einer aus Rheinland-Pfalz, Bayern, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Allein der Besitz des Videos - ohne der Polizei Bescheid zu geben - ist laut BKA schon eine Straftat! Es drohen mehrjährige Gefängnisstrafen. Nach RTL-Informationen sind auch jüngere Kinder in den Skandal verwickelt. Sie sind aber noch nicht strafmündig.