Verweigerter Handschlag

Das hat Bodo Ramelow nach der Wahl zu Björn Höcke gesagt

06. März 2020 - 9:47 Uhr

Nach Ministerpräsidentenwahl in Thüringen: Bodo Ramelow verweigerte Björn Höcke den Handschlag

Bodo Ramelow ist Ex-Ministerpräsident und seit Mittwoch auch der neue Ministerpräsident von Thüringen. Damit endet - vorerst - das politische Chaos in dem Bundesland. Neuwahlen sind für nächstes Jahr angesetzt. Zum verweigerten Handschlag, als der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke ihm zur Wahl als Ministerpräsident gratulieren wollte, sagte Ramelow: "Wer so agiert im Parlament, der sucht keine parlamentarische Lösung. Der ist ein Demokratieverächter und das habe ich Herrn Höcke ins Gesicht gesagt." Was der neue Ministerpräsident noch nach der Wahl gesagt hat, sehen Sie im Video. 

Ramelow verurteilt Äußerungen aus eigenen Reihen

Nach dem Eklat um Äußerungen auf einer Strategiekonferenz der Linkspartei (im Video) hat der frisch gewählte Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow "Gewaltfantasien" in den eigenen Reihen scharf verurteilt. "Es geht überhaupt nicht, nicht einmal in ironischer Form, nicht einmal in satirischer Form, dass man vom Erschießen vom reichsten ein Prozent der Bevölkerung redet", sagte Ramelow der RTL/ntv-Redaktion. "Gewalt darf nie eine Herangehensweise einer Partei oder meiner Partei sein."

Dabei zeigte sich Ramelow enttäuscht von der Reaktion des Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger auf die im Internet verbreitete Äußerung der Konferenzteilnehmerin. "Ich fand es nicht in Ordnung, dass mein Parteivorsitzender, mit dem ich befreundet bin, das als ironische Bemerkung so abgetan hat", sagte Ramelow im RTL/ntv Frühstart. "Dann hat man gedacht: 'Naja, anstatt Erschießung wird halt das Arbeitslager vorgesehen.' Solche Formulierungen gehen alle überhaupt nicht." Ramelow begrüßte, dass sich sowohl Riexinger als auch die Teilnehmerin sich inzwischen von ihren eigenen Äußerungen distanziert hätten.