Bittere Tränen: Loch schmeißt sicher geglaubten Gold-Hattrick weg

Fassungslos: Rodel-Star Felix Loch gibt seine sicher geglaubte Goldmedaille auf den letzten Metern noch aus der Hand
Fassungslos: Rodel-Star Felix Loch gibt seine sicher geglaubte Goldmedaille auf den letzten Metern noch aus der Hand
© dpa, Daniel Karmann, hpl jbu

11. Februar 2018 - 17:04 Uhr

Schwerer Fehler wirft Loch aus den Medaillenrängen

Bittere Tränen bei Felix Loch: Auf den letzten Metern zum historischen Gold-Hattrick leistete sich der nach drei Durchgängen noch klar führende Rodel-Star einen schweren Fehler und wurde bis auf Platz 5 durchgereicht. Im Ziel konnte der 28-Jährige sein Pech nicht fassen und musste minutenlang von Bundestrainer und Vater Norbert Loch getröstet werden.

In Kurve 9 ist alles vorbei

Nachdem Loch drei perfekte Läufe in die Eisrinne des Olympic Sliding Centre gezaubert hatte, rechnete niemand mehr mit einem Scheitern des Einzel-Olympiasiegers von 2010 und 2014. Selbst Lochs Mentor und Trainer Georg Hackl schaute ungläubig, als sein Schützling in Kurve neun mit seinem Schlitten plötzlich in die Bande krachte und so viel Zeit verlor, dass er noch auf Platz 5 zurückfiel.

Hackl: "War sicher, dass er das nach Hause fährt"

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Tröstende Worte: Bundestrainer Norbert Loch bei Sohn Felix
© Getty Images, Bongarts, kr

"Ich war mir eigentlich sicher, dass er das nach Hause fährt. Er war hier in all den Tagen der Einzige, der die Bahn komplett im Griff hatte", sagte Hackl. Mit einem dritten Triumph hätte Loch zur Rodel-Ikone aufschließen können. Hackl bleibt der einzige Rodler, der dreimal Gold bei Olympischen Einzelrennen gewonnen hat.

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Freut sich über seine erste Olympiamedaille: Johannes Ludwig
© Getty Images, Bongarts, kr

Vom schweren Patzer Lochs profitierten gleich drei Piloten, die niemand auf der Rechnung hatte. Der Österreicher David Gleirscher katapultierte sich auf den Olympia-Thron, nachdem es der 23-Jährige im Weltcup noch nie aufs Podium geschafft hatte. Silber ging an den Amerikaner Chris Mazdzer, der zuvor eine unterirdische Saison abgeliefert hatte.

Ein bisschen freuen durfte sich aber auch das deutsche Team noch: Johannes Ludwig arbeitete sich am zweiten Tag mit zwei starken Läufen vom 8. Platz noch auf den Bronzerang vor, mit dem minimalen Vorsprung von 0,002 Sekunden auf den Italiener Dominik Fischnaller. Andi Langenhan beendete seine letzten Olympischen Spiele auf Rang 10.