Bislang über 2.000 tote Palästinenser im Syrienkrieg

23. März 2014 - 21:46 Uhr

Seit Beginn des Syrienkriegs vor drei Jahren sind nach Informationen einer Palästinenserorganisation weit über 2.000 Palästinenser aus örtlichen Flüchtlingslagern getötet worden. Die palästinensische Zeitung Al-Quds (Jerusalem) berichtete am Sonntag, am Vortag hätten erneut drei Palästinenser bei Angriffen und Bombardements ihr Leben verloren.

Die Aktionsgruppe für Palästinenser in Syrien berichtete von tödlichen Vorfällen in der Provinz Al-Kuneitra und Aleppo. Sie warf zudem dem syrischen Regime vor, einen Palästinenser aus dem Flüchtlingslager Al-Jarmuk in Damaskus im Gefängnis zu Tode gefoltert zu haben. In dem von Regierungstruppen belagerten Flüchtlingslager gab es zuletzt auch Berichte über Dutzende Hungertote. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad verweigerte Hilfsorganisationen zeitweilig den Zugang zu dem Lager, das als Stützpunkt von Rebellen gilt. Insgesamt seien bislang 2.133 Palästinenser im Syrienkrieg getötet worden, teilte die Organisation mit. 888 davon seien Flüchtlinge, die durch direkten Beschuss ihrer Wohngebiete getötet wurden. Nach UN-Angaben leben mehr als eine halbe Million palästinensische Flüchtlinge in Syrien.