Bis zu minus 25 Grad: So sehr leiden Obdachlose unter der Kälte

09. Januar 2017 - 15:55 Uhr

Wohnungsloser stirbt in Leipzig - tödlicher Unfall in Niedersachsen

Kurz vor 1 Uhr in der Hamburger Innenstadt. Obdachlose haben sich in Eingangsbereiche von Geschäften gezwängt, um sich vor der Kälte zu schützen. Einige tragen mehrere Jacken übereinander. Aber wirklich warm hält das nicht. "Du kannst noch so viele Jacken anhaben, die Kälte merkst du in den Knochen", sagt der Obdachlose Manuel. Zwar gibt es Unterkünfte, in die wollen viele aber nicht gehen. Deshalb fahren Helfer durch die Straßen, verteilen heiße Getränke und warme Suppen.

Die Nacht war bis zu minus 25 Grad kalt - gemessen in Bayern. Bundesweit waren Helfer unterwegs, um denen zu helfen, die draußen übernachten müssen. In Leipzig wollte sich bei minus 8 Grad offenbar ein Wohnungsloser selbst helfen, zündete vermutlich ein Feuer in einer leerstehenden Baracke an, die ausbrannte. Der Mann starb.

Deutschland im Dauerfrost - das bedeutet konkret: Enteisungen an den Flughäfen, damit der Flugbetrieb aufrecht erhalten bleibt. Hausarrest für viele Zootiere, die mit den Frostgraden nicht zurechtkommen. Großeinsatz für Feuerwehren und Winterdienste, um die Straßen sicher zu halten.

Im niedersächsischen Uplengen krachten am späten Abend zwei Autos frontal auf gerader Strecke ineinander. Beide Fahrer starben, eine Frau überlebte schwerverletzt. Peter Gornitzka von der Polizei Leer warnt: "Auch wenn die Straße vermeintlich trocken aussieht, das könnte ein Trugschluss sein. Es ist teilweise sehr, sehr glatt." Denn heute schafft es das Thermometer im ganzen Land nicht über 0 Grad.