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Bis Mitte 2015: Iran-Atomgespräche werden verlängert

Bis Mitte 2015: Iran-Atomgespräche werden verlängert

Außenminister der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands, Russlands, Chinas und des Iran
Die Außenminister der beteiligten Staaten einigten sich auf eine neue Frist für die Atomverhandlungen.
REUTERS, LEONHARD FOEGER

Vorerst keine Einigung, weitere Verhandlungen

Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm werden bis Mitte 2015 verlängert. Das verlautete aus iranischen Delegationskreisen. Damit ist das ursprüngliche Ziel einer umfassenden Lösung des Atomkonflikts bis an diesem Montag um Mitternacht gescheitert. Die neue Frist läuft bis zum 1. Juli 2015.

"Wir wollen in den nächsten Tagen und Wochen intensiv weiterverhandeln", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Die Gespräche der UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschlands mit Iran hätten Fortschritte gebracht. "Keiner ist hier heute deprimiert aus den Verhandlungen gegangen." Ein Rahmenabkommen sei aber wegen der weiter bestehenden Differenzen noch nicht möglich gewesen.

Die UN-Vetomächte sowie Deutschland wollen verhindern, dass der Iran eine Atombombe bauen kann. Teheran, das diese Absicht stets bestritten hat, strebt die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen an.