"Binge Watching": Wer zu lang Serien schaut, schläft schlechter

22. November 2017 - 17:43 Uhr

Forscher warnen vor "Binge Watching"

Puh, war das spannend! Noch eine Folge? Die Frage erledigt sich zumindest beim Streaming-Dienst Netflix von selbst. Fünf, vier, drei, zwei, eins – und die nächste Folge läuft automatisch an. Der Countdown entscheidet für uns – und gegen unseren Schlaf. Denn wer mehrere Folgen einer Serie hintereinander schaut, schläft schlecht.

Studie: Übermäßiger Serienkonsum führt zu Schlafproblemen

Sobald eine neue Staffel der Lieblingsserie erscheint, sind viele Serien-Fans nicht mehr zu halten. Für viele ist es mittlerweile gängige Praxis, viele Folgen hintereinander zu schauen. Das stundenlange Dauergucken hat sogar schon einen eigenen Namen: "Binge Watching" – das heißt so viel wie "übermäßiges Betrachten". Doch britische und amerikanische Forscher warnen jetzt vor den Folgen. In einer Studie haben sie herausgefunden, dass Serien-Fans nach einer längeren Session schlechter schlafen. Der Grund liegt auf der Hand: Das lange Gucken führt zu viel Aufregung.

Die Ergebnisse der Studie, die im 'Journal of Clinical Sleep Medicine' veröffentlicht wurde, resultieren aus einer Facebook-Umfrage, an der sich 423 Menschen zwischen 18 und 25 Jahren beteiligt haben. 60 Prozent der Teilnehmer waren weiblich. 80 Prozent der Befragten zählten sich zu den Serienjunkies, die regelmäßiges "Binge Watching" betreiben – jeder fünfte sogar mehrere Male in der Woche. Besonders interessant: Diese Teilnehmer leiden laut eigenen Angaben auffallend oft unter Schlafproblemen. Doch belegen können die Forscher diesen Zusammenhang nicht zweifelsfrei.

Falls Sie, nachdem Sie diesen Text gelesen haben, trotzdem nicht auf Serien verzichten können: Im Video haben wir die Serien-Highlights dieses Herbstes zusammengefasst.