Toleranz und Akzeptanz? Fehlanzeige!

Bill Kaulitz: Konservatives Dorf-Leben war hart für ihn und Tom

Für seinen Style wurde Bill Kaulitz früher schief angesehen.
© Defrance / SplashNews.com

25. November 2019 - 16:37 Uhr

Bill Kaulitz: „Das war furchtbar, also es war ganz schlimm“

"Tokio Hotel"-Sänger Bill Kaulitz ist bekannt für seine extravaganten und unkonventionellen Looks. Schon mit 15 Jahren fiel er durch die dunkle Schminke, seinen Kleidungsstil und seine Frisur auf. Während ihn seine Fans heute dafür lieben, wurde er früher für seinen Style schief angeschaut und verstoßen. Das offenbart er im Gespräch mit Jan Böhmermann und Olli Schulz auf deren Podcast 'Fest & Flauschig'.

Mit ihrem Style sorgten Bill und Tom für Aufsehen

Als sie acht Jahre alt waren, zogen Bill und Tom mit ihrer Mutter in das kleine Dorf Loitsche bei Magdeburg, was für die Zwillinge "furchtbar" gewesen sei. Denn von Offenheit und Toleranz fehlte hier laut Bill jede Spur. Mit ihrem Style fielen Bill und Tom damals gänzlich aus dem Rahmen. "Wie wir auch aussahen, das war natürlich für die so wie Aliens. Tom hatte seine Dreadlocks, ich hatte schwarz gefärbte Haare", berichtet der 30-Jährige.

In der Schule und auch im Dorf wurden die Jugendlichen schlecht behandelt. Kein Wunder, dass Bill heute keine schönen Erinnerungen an seine Heimatstadt hat. "Ich habe diesen Patriotismus nicht, den ganz viele haben mit der Schule, auf die sie gegangen sind oder wo sie aufwachsen. Ich kann ruhig zugeben, dass das nicht geil da ist", meint er im Podcast mit Jan Böhmermann und Olli Schulz. Als seine Heimat würde der 30-Jährige das Dorf nahe Magdeburg demnach nicht bezeichnen. "Das war furchtbar, also es war ganz schlimm."

Tom und Bill im Alter von 16 Jahren
Tom und Bill im Alter von 16 Jahren
© dpa, Andreas Lander, al_ae_cu kde bsc

Neues Leben in Los Angeles

In seinem heutigen Wohnort Los Angeles kann der 'Queen of Drags'-Juror glücklicherweise ganz so sein, wie er ist. Und genau das ist auch einer der Gründe, warum Bill und Tom die Metropole zu ihrer Wahlheimat gemacht haben: "Die Anonymität fand ich gut, weil da ebenso viele Freaks sind"

BANG Showbiz