2. Juli 2019 - 15:18 Uhr

Bill Cosby war 2018 schuldig gesprochen worden

Schauspieler Bill Cosby (81) hat laut US-Medienberichten Berufung gegen seine Verurteilung eingelegt. Der TV-Star war im vergangenen Jahr schuldig gesprochen worden, im Jahr 2004 die damalige Uni-Mitarbeiterin Andrea Constand unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben. Er wurde in allen drei Anklageklagen für schuldig befunden. Seit September sitzt Bill Cosby seine Strafe in einer Haftanstalt in Pennsylvania ab. Jetzt wollen seine Anwälte erreichen, dass sein Prozess neu aufgerollt wird.

Vorwürfe seien Jahrzehnte alt und zudem "weit entfernt und übertrieben"

Die Anwälte von Bill Cosby fechten das Urteil laut CNN mit der Begründung an, dass die Aussagen von fünf weiteren Frauen, die den Entertainer ebenfalls beschuldigt hatten, sie sexuell missbraucht zu haben, "auffallend anders" waren als die Aussage von Andrea Constand. Die anderen Vorwürfe seien Jahrzehnte alt und zudem "weit entfernt und übertrieben", argumentieren die Verteidiger Cosbys laut CNN. Trotzdem hätten diese Aussagen zu Bill Cosbys Verurteilung beigetragen. Die Berufungsanwälte forderten daher einen neuen Prozess.​

Video: Schuldspruch für Bill Cosby

50 Frauen haben Bill Cosby sexuelle Belästigung vorgeworfen

Insgesamt haben mehr als 50 Frauen Bill Cosby öffentlich sexuelle Belästigung vorgeworfen, die meisten Fälle sind allerdings verjährt. Mit seiner Verurteilung ist der 81-Jährige der erste Prominente, der in der #metoo-Ära für seine Taten ins Gefängnis muss.

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