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Bildungspaket läuft schleppend an

Bildungspaket läuft schleppend an

Das Bildungspaket für bedürftige Kinder.
Das Interesse an dem Bildungspaket für bedürftige Kinder ist bislang begrenzt.
dpa, Tim Brakemeier

Kein Bargeld, nur Sach- und Dienstleistungen

Das Bildungspaket für bedürftige Kinder wird nach einer Zwischenbilanz der Kommunen nur sehr schleppend angenommen. Seit April habe lediglich jede vierte Hartz-IV-Familie einen Antrag zum Beispiel für Nachhilfe oder Sport-Aktivitäten gestellt. Bund, Länder und Gemeinden wollen aber alles tun, damit diese staatlichen Leistungen flächendeckend in Anspruch genommen werden.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will mehr auf die betroffenen Familien zugehen. Die CDU-Politikerin lehnt es aber ab, Teilleistungen aus dem Hartz-Bildungspaket in bar auszuzahlen. Es sei richtig, das Bildungspaket in Form von Sach- und Dienstleistungen anzubieten. Auch sollen in Job-Centern Eltern gezielt auf die Möglichkeiten des Bildungspaketes hingewiesen werden, sagte von der Leyen weiter. Doch die Bundesarbeitsministerin ist zuversichtlich: Trotz der erheblichen Anlaufschwierigkeiten sieht sie das Bildungspaket für rund 2,5 Millionen bedürftige Kinder von Hartz-IV-Empfängern, Geringverdienern und Wohngeldempfängern auf gutem Weg: "Die Zahlen der Inanspruchnahme des Bildungspaketes steigen“.

Das Bildungspaket war zusammen mit der Hartz-IV-Neuregelung Ende März in Kraft getreten. Für die nächsten vier Jahre stünden jeweils 400 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, "damit das Bildungspaket auf die Strecke kommt.“