Wann öffnen die Schulen wieder, Frau Karliczek?

"Wir brauchen den Distanzunterricht noch eine Weile"

30. Januar 2021 - 16:10 Uhr

"Schwierig, echte Perspektive zu geben"

Es ist für Eltern und Kinder gerade die wichtigste Frage in der Corona-Pandemie: Wann können endlich die Schulen in Deutschland wieder öffnen? Zuletzt kam es leider vermehrt zu Ausbrüchen der Corona-Mutation. Die Bundesregierung und die Bundesländer fahren deswegen weiterhin auf Sicht.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv zum Thema Schul-Öffnungen: "Das ist keine ganz einfache Frage, weil wir ja gerade mit den Mutationen auch sehr zu kämpfen haben. Eins muss klar sein: Gesundheitsschutz hat jetzt Vorrang."

Weiter sagte die CDU-Politikerin (im Video): "Deswegen ist es schwierig, eine echte Perspektive zu geben."

Man müsse nun dafür sorgen, dass die digitale Schule weiter verbessert würde, denn "wir brauchen noch eine Weile den Distanzunterricht, wir brauchen Wechselunterricht. Wir brauchen einfach diese flexiblen Möglichkeiten, um dem Gesundheitsschutz den Vorrang einräumen zu können, den er hat", so Karliczek.

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Hat jedes Kind einen Laptop?

Stimmt das wirklich mit der digitalen Bildung? Im letzten Jahr wurde immer wieder bekannt, dass einige Kinder während der Pandemie wenig bis gar keinen Zugang zu digitalem Fernunterricht hatten, z.B. weil in der Familie das Geld für einen Laptop oder ein Tablet fehlte.

Hier sagte Karliczek, dass man im vergangenen Jahr weitere 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt habe, um "den Kindern, die keinen Zugang zu Endgeräten haben, ein Endgerät aus der Schule heraus zur Verfügung zu stellen."

Die Bundesbildungsministerin sagte aber auch, dass sie nicht "versprechen" könne, dass nun wirklich auch jedes Kind den Zugang zu digitaler Bildung hat: "Das ist letztlich eine Vereinbarung, die vor Ort umgesetzt werden muss und vor Ort haben natürlich die Schulleitung und die Lehrerinnen und Lehrer den besten Überblick, dass wirklich jedes Kind auch erreichbar ist."

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