Bayern-Boss legt gegen DFB nach

Bierhoff "mitverantwortlich": Wiesn starten mit Hoeneß-Gewitter

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20. September 2019 - 18:09 Uhr

Wenn das mal kein schlechtes Omen ist. Kurz bevor in München das Oktoberfest beginnt, hängt die Laune von Bayern-Patron Uli Hoeneß auf Halbmast – und das seit Tagen schon. Nun hat der 67-Jährige seinem Ärger noch einmal Luft gemacht und sich Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff zur Brust genommen. "Wir haben ja schon mal so ein Chaos erlebt", sagte Hoeneß. Rumms, da donnert es schon wieder.

Immer weiter...

Natürlich geht es um das neue Lieblingsthema des scheidenden Bayern-Präsidenten: das Duell ums Tor der Nationalmannschaft. Hoeneß findet, dass Herausforderer Marc-André ter Stegen keinen Anspruch hat zu spielen und sich nicht öffentlich beklagen sollte. Bayern-Torwart Manuel Neuer sei der Beste der Welt. Das wisse doch jeder. Hoeneß hat sich in das Thema verbissen, lässt es nicht mehr los.

Der Kahn-Lehmann-Fall

Nun holt er ganz alte Klamotten aus dem Schrank. 13 Jahre alte Stücke. 2006, beim Sommermärchen, gab Bundestrainer Jürgen Klinsmann im Tor Jens Lehmann den Vorzug vor Bayern-Keeper Oliver Kahn. Oliver Bierhoff, damals Manager der Nationalmannschaft, sei "mitverantwortlich" gewesen. Offenbar sieht Hoeneß Parallelen zur Ter-Stegen-Neuer-Diskussion und ist gar nicht in gemütlicher Volksfest-Stimmung. Zum Start der Wiesn am Samstag grollt es über München. Hoeneß im Abrechnungs-Modus.

Manuel Neuer im Fokus

Ungewollt steht so beim Spiel gegen den 1. FC Köln Bayern-Keeper Manuel Neuer im Rampenlicht. "Manuel ist ein absoluter Führungsspieler und starker Charakter", sagt Bayern-Trainer Niko Kovac über die unangenehme Situation für seinen Schlussmann. "Und er steht mit beiden Beinen auf dem Boden."