Bierabsatz in Thüringen geht deutlich zurück

Jemand schenkt sich ein Glas Bier ein. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/Archivbild
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14. Februar 2020 - 11:41 Uhr

Die Brauereien in Thüringen bringen immer weniger Bier unters Volk: Im vergangenen Jahr wurde mit 2,9 Millionen Hektolitern die geringste Absatzmenge seit dem Jahr 2000 verzeichnet, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Erfurt mitteilte. Mit einem Rückgang von 9,7 Prozent im Vergleich zu 2018 lag das Minus in Thüringen deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 1,9 Prozent.

Insbesondere beim Inlandsabsatz gab es den Angaben der Statistiker zufolge enorme Einbußen, aber auch der Bierabsatz ins Ausland entwickelte sich rückläufig. Mit knapp 2,4 Millionen Hektolitern wurden auf dem deutschen Binnenmarkt mehr als vier Fünftel des Thüringer Bieres abgesetzt, 11,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Über die Bundesgrenzen hinaus wurden mit 505.000 Hektolitern 1,2 Prozent weniger Bier verkauft als im Vorjahr.

Zumindest ein Teil des Absatzrückgangs war vorhersehbar, weil 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer gute Rahmenbedingungen für einen erhöhten Bierkonsum geschaffen hatte. Langfristig hält aber in Deutschland der Trend zu einem geringeren Bierkonsum an. Gründe für den sinkenden Pro-Kopf-Verbrauch sind nach Angaben von Experten unter anderem das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung und ein aus Gesundheitsaspekten allgemein reduzierter Alkoholkonsum.

Gegen den bundesweiten Trend stieg dagegen der Absatz von Biermischgetränken. Während deutschlandweit 1 Prozent weniger davon abgesetzt wurden, stieg der Absatz in Thüringen an: Mit 198.000 Hektolitern verkauften die Thüringer Brauereien und Bierlager 6,9 Prozent mehr Biermischungen als noch im Jahr zuvor.

Quelle: DPA