Bier heißt übersetzt "Schamhaar"

Haarige Fehltaufe: Brauerei blamiert sich bis auf die Unterhose

Das "kühle Blonde" sorgt für hitzige Diskussionen
© dpa, Roland Weihrauch

07. August 2020 - 17:16 Uhr

Das "kühle Blonde" sorgt für hitzige Diskussionen

Es hätte alles so schön sein können: Eigentlich wollten eine Ledergeschäft aus Neuseeland und eine kanadische Brauerei einfach nur ein leckeres Bier brauen. Und dafür sollte ein möglichst ausgefallener Name her. Doch damit sorgten sie nicht nur für Spott, sondern auch noch für richtig Ärger mit den neuseeländischen Ureinwohnern...

"Huruhuru" eindeutig zweideutig

Schon 2018 kam es zu der kuriosen Namenstaufe, die jetzt auf zahlreichen Social-Media-Plattformen für Schmunzler sorgt. Die Brauerei taufte ihr neues Getränk nämlich "Huruhuru". Das bedeute so viel wie "Feder", denn das Bier hätte einen so leichten Geschmack. Ja, leider wird es dann nur im Abgang etwas bitter.

Prost Schamhaar

Denn in der Sprache der neuseeländischen Ureinwohner, der Maori, wird dem Wort "Huruhuru" eher die Bedeutung "Schamhaar" zugewiesen. Das ist nicht nur ein bisschen unappetitlich, sondern führte auch dazu, dass sich die Ureinwohner ordentlich auf den Schlips getreten fühlen. Denn niemand solle sich auf Kosten ihrer Sprachen einen hinter die Binde gießen – Pardon. Die Maori-Sprachkommission rügte die Brauerei, man solle sich in Zukunft lieber professionelle Übersetzungshilfe holen. Auch bei Twitter stieß das Bier den Usern auf.