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BGH: Prozess um Tod eines Münchners an A9 muss neu aufgerollt werden

BGH: Prozess um Tod eines Münchners an A9 muss neu aufgerollt werden

BGH: Prozess um Tod eines Münchners an A9 muss neu aufgerollt werden
Das Bild zeigt den Prozess im Landgericht Dessau-Roßlau.
dpa, Hendrik Schmidt

Wer von den Tätern übte konkret die tödliche Gewalt aus?

Der Prozess um den Tod eines an der Autobahn Berlin-München (A9) überfallenen Informatikers muss erneut verhandelt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob in Karlsruhe ein Urteil des Landgerichts Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) auf und verwies es an eine andere Kammer zurück.

Die höchsten deutschen Strafrichter rügten etwa, dass das Landgericht nicht berücksichtigt habe, dass die Täter den Tod ihres Opfers in Kauf genommen haben könnten. Geklärt werden muss auch, wer von vier Tätern konkret die tödliche Gewalt ausübte. Die Männer hatten den 39-Jährigen am 9. Januar 2012 auf einem Autobahnrastplatz in Sachsen-Anhalt überfallen, verschleppt und schwer misshandelt. Der Mann aus München starb in seinem Transporter. Das Landgericht hatte die Täter 2014 zu hohen Haftstrafen verurteilt, aber keine Tötungsabsicht gesehen.