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Bewerbungsgespräch mit Kindern: Wenn der Chef den Nachwuchs entscheiden lässt

Bewerbungsgespräch mit Kindern
Bewerbungsgespräch mit Kindern Dieser Chef lässt seinen Nachwuchs mitentscheiden 02:30

Kinder führen Gespräch mit Bewerbern

Wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, sieht sich mit einem Mix aus den verschiedensten Gefühlen konfrontiert: Freude und Neugier vermischen sich mit Nervosität und Respekt – schließlich könnten einem diverse Fehler passieren. Aber was passiert, wenn man dabei auf einmal nicht nur dem Chef gegenüber sitzt, sondern auch dessen Kindern? Genau das will Torsten Strehle herausfinden – und lässt seine Kids den Bewerbern gehörig auf den Zahn fühlen.

"Man versucht, seriös zu bleiben"

Das Bewerbermanagement von Torsten Strehle, Geschäftsführer einer Münchner Unternehmensberatung, sorgt regelmäßig für Überraschungen. Denn in der Beurteilung von potenziellen neuen Mitarbeitern setzt er auf die Meinung seiner Kinder Anna (11) und Alexander (8).

Wie fühlt es sich an, sein Vorstellungsgespräch mit Minderjährigen zu fühlen? "Es ist auf jeden Fall eine ungewohnte Situation, wenn ein junges Mädchen fragt, wo man seine Stärken sieht. Man versucht dann, nicht in so eine Kindersprache abzudriften, sondern seriös zu bleiben", berichtet Yannik Schmidt, der sich für eine Stelle in der Firma interessiert.

Kinder locken Bewerber aus der Komfortzone

Tatsächlich geht es Chef Torsten Strehle nicht darum, die Bewerber zu foppen: "Ich möchte meine Mitarbeiter gar nicht in eine zusätzliche Drucksituation bringen, sondern brauche einfach Leute, die Spaß dran haben, mit unvorhergesehenen Situationen umzugehen". Doch mit seiner Methode prüft er nicht nur die Spontaneität der Bewerber, sondern profitiert auch von der Ehrlichkeit und Direktheit seiner kleinen Berater – Kindermund tut schließlich Wahrheit kund.

Auch Psychologin Jana Miethwenz hält die ungewöhnliche Taktik für keine schlechte Idee: "Wir würden uns ein bisschen aus unserer Komfortzone bewegen, wenn wir manchmal die Vorschläge von Kindern annehmen könnten – weil wir schon dazu neigen, eingeschliffene Dinge zu tun." Wie es ist, seine Gehaltsvorstellung gegenüber einem Schulkind zu erklären und ob Bewerber Yannik seine Gesprächspartner überzeugen konnte, erfahren Sie im Video.

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