Bewegung im Fall Assange?

13. Februar 2016 - 21:56 Uhr

In den Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange kommt möglicherweise Bewegung: Der britische Außenminister William Hague erwägt ein Treffen mit seinem ecuadorianischen Amtskollegen Ricardo Patiño. Dieser hatte angekündigt, im Juni nach London zu reisen. Ein Sprecher Hagues sagte der britischen Nachrichtenagentur PA, das Außenministerium sei über Patiños Absicht informiert worden. Nun werde die Möglichkeit von Gesprächen erwogen.

Assange sitzt seit einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Dorthin hatte er sich geflüchtet, um sich der Auslieferung nach Schweden zu entziehen, wo ihm Vergewaltigung vorgeworfen wird. Ecuador hat ihm politisches Asyl gewährt. Sobald Assange jedoch die Botschaft verlässt, droht ihm die Festnahme. Der 41 Jahre alte Wikileaks-Gründer befürchtet, von Stockholm in die USA gebracht zu werden, wo ihm wegen der Enthüllung vertraulicher Regierungsdokumente im Internet lebenslange Haft droht.