So geht es ihrer Familie

Bewegende Trauerfeier für erstochene Maria K. (18) aus Zinnowitz

3. April 2019 - 23:41 Uhr

Im Video: So geht es Marias Familie jetzt

Die 18-jährige Maria K. wurde vor zwei Wochen in Zinnowitz auf Usedom mit einem Messer erstochen. Der grausame Mord am schwangeren Teenager erschütterte die ganze Urlaubsinsel. Am Mittwoch hatten Angehörige, Freunde und Bekannte bei einem bewegenden Gottesdienst Abschied von Maria genommen. RTL hat mit Cornelia Meerkatz gesprochen, sie ist Redakteurin der Ostsee-Zeitung und weiß, wie es Marias Familie jetzt geht. Das Interview zeigen wir im Video.

120 Gäste trauerten gemeinsam um erstochene Maria K.

Es waren bewegende Momente in der Zinnowitzer Kirche. 120 Menschen trauerten gemeinsam um die erstochene Maria K, darunter viele Jugendliche. Sie zündeten Kerzen an, viele hatten Tränen in den Augen. "Wir haben das Gefühl, dass in Zinnowitz nichts mehr ist, wie es war. Plötzlich ist das Verbrechen unter uns", sagte die Pastorin der Gemeinde.

In der ersten Reihe saß ihre Mutter Steffi. Neben ihr ihre beiden Söhne, berichtet die "Ostsee Zeitung". Auch Marias Freund Alex war dort, der Vater ihres Kindes. Er saß in der letzten Reihe. RTL hatte mit ihm wenige Tage nach dem mutmaßlichen Mord gesprochen. Vor der Tür waren mehrere Polizisten postiert. Sie sollten für Ordnung sorgen, falls das ausgesprochene Foto- und Videoverbot während der Gedenkandacht nicht eingehalten wird.

Vom Täter fehlt noch immer jede Spur

Die 18-jährige Maria wurde am 19. März von einer Bekannten tot in ihrer Wohnung gefunden. Sie und ihr ungeborenes Kind wurden erstochen. Vom Täter fehlt bislang jede Spur. Deshalb hat die Polizei eine bundesweite Fahndung mit zwei Fotos der 18-Jährigen eingeleitet. Die Sonderkommission "Maria" arbeitet derzeit mit 50 Mann jeden Hinweis ab. 

"Wir wollen als Gemeinde mit dafür sorgen, dass das Mädchen eine standesgemäße und vernünftige Beerdigung bekommt", sagte Bürgermeister Peter Usemann, "Es fällt mir schwer, die Person, die das getan hat, als Menschen zu bezeichnen. Mein Wunsch in Richtung Polizei: findet den Täter! Er muss gerecht bestraft werden.