Bewährungsstrafe für Erpresserin von Schaumburg-Lippe

Bewährungsstrafe für Erpresserin von Schaumburg-Lippe
Erst Affäre, dann Erpressungsopfer: Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe.
dpa, Carmen Jaspersen

"Die größte Lügnerin, der ich je begegnet bin"

Nach einem Versuch, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe (56) zu erpressen, hat das Landgericht Paderborn eine 36-Jährige zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Die Frau hatte 2013 gedroht, ihr Handy mit rund 1.000 SMS-Nachrichten an Medien zu verkaufen.

Schaumburg-Lippe sagte vor Gericht als Zeuge, dass er 2004 etwas mit der Angeklagten gehabt habe und bezeichnete sie als Hochstaplerin. Auf die Erpressung und die Forderung von 235.000 Euro ging er vor zwei Jahren nicht ein und meldete sich bei der Polizei.

Schaumburg-Lippe nannte die Angeklagte "die größte Lügnerin, der ich je begegnet bin". Nach der Affäre vor elf Jahren habe er jegliche Versuche der Frau abgeblockt, per SMS und E-Mail den Kontakt aufrecht zu erhalten. Ein Mittäter der Angeklagten, ein 46-jähriger ehemaliger Rechtsanwalt, der das "Kaufangebot" an Schaumburg-Lippe geschickt hatte, bekam eine Bewährungsstrafe von neun Monaten.