Bewährungsstrafe: Ex-Polizist missbraucht blinden Jungen im Spaßbad

Ein ehemaliger Polizeibeamter missbrauchte seinen Zwölfjährigen Karateschüler im Spaßbad 'Splash' in Kürten (Symbolbild).
Ein ehemaliger Polizeibeamter missbrauchte seinen Zwölfjährigen Karateschüler im Spaßbad 'Splash' in Kürten (Symbolbild).
© dpa, Sebastian Willnow, seb dna

08. Mai 2017 - 11:23 Uhr

Pensionierter Polizeibeamter missbraucht blinden Zwölfjährigen

Im nordrhein-westfälischen Bensberg wurde ein pensionierter Polizist wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. Wie der 'Kölner Stadtanzeiger' berichtet, hatte sich der Mann an seinem blinden Karateschüler (12) vergangen. Das Gericht hat den 73-Jährigen unter anderem zu acht Monate Haft auf Bewährung verurteilt.

Angeblich wollte der Täter den Jungen nur waschen

Der ehemalige Polizeibeamte trainierte in seiner Freizeit Kinder in Karate. So auch einen blinden Zwölfjährigen. Als am Tattag der Trainingsraum belegt war, beschloss er mit dem Jungen in ein Spaßbad zu fahren. Dort habe er dem Jungen das Schwimmen beigebracht. Anschließend seien beide gemeinsam nackt duschen gegangen. Dort habe der Angeklagte dem Jungen "spontan" die richtige Intimhygiene beibringen wollen, schreibt der 'Kölner Stadtanzeiger' (KSTA). Während seiner Erklärungen habe der Angeklagte dabei die Hand des Jungen geführt. Weil der Junge danach auf die Toilette musste, sollte das Kind ein zweites Mal duschen.

"Ich bin mir keiner Schuld bewusst"

Der 73-Jährige räumt die ihm vorgeworfenen Handlungen zwar ein. Allerdings sei er davon überzeugt, sich richtig verhalten zu haben: "Ich bin mir keiner Schuld bewusst." Nur die Tatsache, dass er den Jungen zwei Stunden zu spät daheim abgeliefert hat, bereue er: "Das ist der einzige Punkt, zu dem ich stehen muss. Ich dachte, die Mutter macht sich keine Sorgen", sagte er laut KSTA dem Gericht. Weil das Kind nun nicht mehr von ihm trainiert werde, müsse das Kind leiden: "Der Junge hat wenig Freude im Leben, nur mit mir Karate und schwimmen. Es tut mir leid, dass ihm diese Freude genommen wurde", sagte er weiter.

Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten. Zudem muss er 1.000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen und darf sich drei Jahre lang keinem Kind unter 14 Jahren nähern.