Beuth: Gewalt in Hanau und Volkmarsen "haben Angst gemacht"

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) gibt an der Stelle, an der ein Auto in Volkmarsen in einen Rosenmontagsumzug gefahren ist, ein Statement ab. Foto: Uwe Zucchi/dpa
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27. Februar 2020 - 13:21 Uhr

Innenminister Peter Beuth (CDU) hat die beiden Gewalttaten in Hanau und Volkmarsen als "unfassbare Tragödien" bezeichnet. Polizei und Sicherheitsbehörden arbeiteten mit Hochdruck daran, die Hintergründe und Motive beider Taten aufzuklären, sagte der Innenminister am Donnerstag bei einer Konferenz des Netzwerks Prävention in Wiesbaden. Beide Taten seien völlig unterschiedlich. Sie verbinde, dass sie einen Angriff auf die friedliche Gesellschaft darstellten.

"Beide Taten sollten Angst machen. Beide Taten haben Angst gemacht", sagte Beuth. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck und nach bestem Wissen und Gewissen, um Taten dieser Art zu verhindern und Gefahren für die Bevölkerung abzuwehren. Das gelte für jeden im Land, betonte der Innenminister. "Da gibt es keinen Unterschied im Ansehen der Person. Alle Menschen werden von unseren Sicherheitsbehörden bestmöglich geschützt."

Im nordhessischen Volkmarsen war ein 29-Jähriger mit einem Auto an Rosenmontag in einen Fastnachtsumzug gefahren und hatte dabei mehr als 60 Menschen verletzt. Darunter waren auch viele Kinder. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.

In Hanau hatte wenige Tage zuvor ein 43-Jähriger neun Menschen mit ausländischen Wurzeln, seine Mutter und schließlich sich selbst erschossen. Dieser Anschlag war mutmaßlich rassistisch motiviert und der Täter nach Einschätzung der Ermittler psychisch krank. Beide Männer sind deutsche Staatsangehörige.

Quelle: DPA