Wie ein Wolfsburger die Telefon-Betrüger auffliegen ließ

Ich überführte falsche Polizisten, weil ich die Masche aus der RTL-Sendung kannte

25. Februar 2020 - 22:14 Uhr

Angeblicher Hauptkommissar warnt vor Überfällen

Bei Anruf Abzocke: Betrüger aus dem Ausland geben sich als falsche Polizisten aus und versuchen, an das Ersparte ihrer Opfer zu gelangen. Auch bei Torsten Brosch aus Wolfsburg klingelt eines Nachmittages das Telefon und ein Mann gibt sich als "Hauptkommissar Schneider" aus. Als der angebliche Polizist ihn vor Einbrüchen und Überfällen in seiner Nachbarschaft warnt und fragt, ob er Geld zuhause habe, wird Brosch misstrauisch - denn vor genau dieser Masche hatte er kurz zuvor in der RTL-Sondersendung "Vorsicht - falsche Polizisten" erfahren.

"Ich wusste schon, was er als Nächstes für eine Frage stellt"

In der Undercover-Reportage zeigte RTL, wie sich Ermittler Tamer Bakiner in eine Gruppe falscher Polizisten schleuste und selbst erlebte, wie die Betrüger ihre Opfer am Telefon unter Druck setzen und manipulieren. In der Sendung erfuhren die Zuschauer durch echte Polizisten, wie die Abzocke abläuft - so auch Torsten Brosch. "Es war genau die gleiche Masche und der gleiche Fragenkatalog. Ich wusste durch die Reportage aus der Sendung schon, was er als Nächstes für eine Frage stellt", sagt er. Brosch nahm die Anrufe sogar auf - einen Ausschnitt zeigen wir im Video. Dort sehen Sie auch, wie clever der Wolfsburger die Betrüger auffliegen ließ.

So können Sie sich schützen

Brosch wehrte sich erfolgreich gegen die miese Masche am Telefon. Doch immer wieder ergaunern falsche Polizisten Geld und Wertsachen und lassen ihre Opfer hilflos zurück. ​Die Polizei empfiehlt in einer Broschüre ganz bestimmte Verhaltensweisen für den Ernstfall:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 (ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie hierfür nicht die Rückruffunktion.