Die kleine Beth soll immer bei ihnen sein

Eltern wollen Schmuck aus der Asche ihres toten Kindes fertigen lassen

Emily Harper und Máté Szabo wollen sich mit Hilfe der Asche-Schmuckstücke für immer an ihr totgeborenes Baby erinnern.
© Gofundme/goodbye-baby-beth

03. Februar 2020 - 12:02 Uhr

Emily und Máté wollen ihr totes Baby immer bei sich tragen

Als Emily Harper und ihr Freund Máté Szabo erfahren, dass sie schwanger sind, sind sie überglücklich. Zunächst verläuft die Schwangerschaft völlig normal. Doch dann passiert das Unfassbare: In der 28.Schwangerschaftswoche kommt es zu Komplikationen. Knapp vier Wochen später wird ihr kleines Baby tot geboren.

Sein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann und jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, mit dem schrecklichen Verlust umzugehen. Der Wunsch von Emily und Máté: Sie möchten sich aus einem Teil Asche ihres verstorbenen Kindes Schmuck anfertigen lassen. Damit die kleine Beth für immer bei ihnen bleibt.

Emilys Baby war unheilbar krank

Das Paar aus Großbritannien hat bereits einen kleinen Sohn Abel (7). Das Baby sollte ihr Familienglück perfekt machen. Zunächst verläuft Emilys Schwangerschaft völlig problemlos. Da sie mit ihren 35 Jahren als Risikoschwangerschaft gilt, muss sich Emily regelmäßig Tests unterziehen. Und dann, in der 28. Schwangerschaftswoche erfährt Emily das Unfassbare: ihr Baby ist krank. Bei einem Ultraschall stellten die Ärzte fest, dass das ungeborene Kind an einer sogenannten Ventrikulomegalie litt, das heißt, dass sich Flüssigkeit im Gehirn des Babys gebildet hatte.

"Wir waren schockiert. Wir waren schon so weit gekommen und konnten einfach nicht glauben, dass wir uns Sorgen machen müssten", erzählt Emily gegenüber dem Mirror. Die nächsten Wochen verbrachte das Paar mit endlosen Untersuchungen in unterschiedlichen Krankenhäusern. Bei den Tests kam heraus, dass Emily zu viel Flüssigkeit im Mutterleib hatte, was möglicherweise zu einer Frühgeburt führen würde. "Wir wussten, dass sie schwer krank sein würde, wenn sie lebend geboren worden wäre und ohne eine umfassende Behandlung vermutlich nicht überleben würde", fügte die Mutter hinzu.

Schmuck aus Beths Asche als Erinnerung

Am 24. Januar 2020, in der 32.Schwangerschaftswoche, setzen bei Emily die Wehen ein. Die kleine Beth wurde um 7 Uhr morgens geboren. "Mit schwerem Herzen müssen wir verkünden, dass unser kleines Mädchen Beth an diesem Wochenende friedlich schlafend geboren wurde. Wir nannten unsere Tochter Beth Rachel Szabo, und sie war wunderschön, perfekt und niedlich und sah genauso aus wie ihr Vater" schreiben die untröstlichen Eltern.

In den nächsten Tagen wird die kleine Beth eingeäschert werden und ein Teil ihrer Asche soll an dem Ort verteilt werden, an dem Emily und Mate sich verlobt haben. Aus einem anderen Teil der Asche möchte sich das am Boden zerstörte Paar Schmuck anfertigen lassen. Dazu haben Emily und Mate die GoFundMe-Spendenseite "Auf Wiedersehen, Baby Beth" eingerichtet, in der Hoffnung, genug Geld zu sammeln, um ihren Herzenswunsch zu verwirklichen. ​"Ich plane einen Ring zu machen und Maté möchte eine einfache Kette. Es ist eine schöne Erinnerung und eine Möglichkeit, jederzeit unserem Kind nahe zu sein", so Emily. In ihrem Herzen werden sie ihre kleine Tochter ohnehin immer bei sich tragen.

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