Heftige Unfälle überschatten zweites Training

Bestzeit mit Highspeed: Vettel gibt in Sao Paulo Antwort auf Schummel-Vorwürfe

15. November 2019 - 22:35 Uhr

Ferrari dominiert das zweite Training

Sebastian Vettel wollte die Betrugsvorwürfe der Konkurrenz auf der Strecke in Interlagos beantworten – und er tat es: Im 2. Freien Training raste der viermalige Weltmeister mit Höchstgeschwindigkeit in Highspeedsektor 1 zur Bestzeit. Sein Teamkollege Charles Leclerc reihte sich nur 0,021 Sekunden dahinter auf Platz zwei ein.

Vettel auf Soft- und Mediumreifen der Schnellste

Auf dem nur 4,3 Kilometer langen Kurs lagen Max Verstappen (+0,134), Valtteri Bottas (+0,156) und Weltmeister Lewis Hamilton (+0,223) auf den Rängen drei bis fünf zwar noch in Schlagdistanz zur roten Doppelspitze, die tiefere Zeitenanalyse offenbarte jedoch: Ferrari ist sowohl auf den Soft- als auch auf den Mediumreifen ein gutes Stück schneller als die Konkurrenz. Vettel blieb zudem mit beiden Reifenmischungen vor Stallrivale Leclerc.

Nach den Trainingseindrücken hat Ferrari damit erst einmal die Favoritenrolle für das Qualifying am Samstag inne. Gleichzeitig gelang es der Scuderia zumindest vorerst, die Schummel-Vorwürfe der Rivalen zu entkräften.

Weil Ferrari in Austin nach einer Regelanpassung der FIA plötzlich deutlich an Leistung eingebüßt hatte, hatte unter anderem Max Verstappen behauptet, Ferrari habe die bis dahin bestehende Grauzone im Reglement zu seinen Gunsten gedehnt.

Auf den fürs Rennen bedeutenden Longruns lagen Ferrari, Mercedes und Red Bull nahezu gleichauf.

Heftiger Crash von Kubica

Nachdem das Wetter die Fahrer beim ersten Training am Morgen noch gründlich eingebremst hatte, ließen es nahezu alle Piloten in der zweiten Session intensiv krachen. So spulte Hamilton, der am Morgen ohne Zeit geblieben war, satte 39 Runden ab, Vettel kam auf 30 Umläufe.

Kurz und unangenehm war der Arbeitstag dagegen für Robert Kubica: Die Trainingssession lief gerade fünf Minuten als der Pole im Senna-S mit seinem Williams ins Schlingern geriet und mit voller Wucht seitlich in die Leitplanken krachte. In seinem vorletzten Rennen für den britischen Traditionsrennstall blieb Kubica zwar unverletzt, sein Auto aber war dahin.

Unfälle leisteten sich im späteren Verlauf auch die Toro-Rosso-Piloten Pierre Gasly und Daniil Kvyat, die ihre Boliden ordentlich ramponierten. Kyvats Auto fing durch einen Elektronikschaden sogar Feuer.

Zu einer Beinahe-Kollision kam es zudem zwischen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

Albon nach Unfall noch nicht in Fahrt

Noch nicht richtig in Schwung kam auch Alex Albon: Nach seinem Crash im ersten Training blieb der Thailänder (+1,058) auf Platz neun deutlich hinter Red-Bull-Teamkollege Verstappen zurück.

Vor Albon positionierten Kevin Magnussen im Haas (6./+0,926), Renault-Pilot Daniel Ricciardo (7./+0,977) und Kimi Räikkönen (8./+0.993), die Top Ten komplettierte Carlos Sainz (+1,093), der Nico Hülkenberg (+1,108) auf Platz elf verwies.

Das Ergebnis des 2. Freien Trainings im Überblick

Die Session zum Nachlesen im Ticker

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