Bessere Aufklärung bei sexuellem Missbrauch

Bistümer wollen Betroffenenbeirat einsetzen

18. Februar 2021 - 18:28 Uhr

Bistümer Limburg, Mainz und Fulda wollen Beirat einsetzen

Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche ist zum Teil immer noch ein Tabu. Oft werden die Taten vertuscht, die Täter selten bestraft und den Opfern noch seltener geholfen. Deswegen wollen die Bistümer Limburg, Mainz und Fulda einen gemeinsamen Betroffenenbeirat einsetzen.

Interessierte können sich schriftlich per Post melden

Dafür werden nun Mitwirkende gesucht, wie die Diözesen am Mittwoch mitteilten. Menschen, die im kirchlichen Bereich sexuellen Missbrauch erlitten hätten, seien eingeladen, beim Beirat mitzuwirken und den Aufarbeitungsprozess kritisch zu begleiten. Den Bistümern sei klar, dass es für die Betroffenen eine Zumutung sein könne, sie um Unterstützung zu bitten.

Bis zum 28. März können sich Interessierte, die mindestens 18 Jahre alt sind, bei den Bistümern schriftlich per Post melden. Das Gremium soll künftig mit neun Personen besetzt sein. Es gehe um ein zunächst für drei Jahre übernommenes Ehrenamt, das mit einer Aufwandsentschädigung verbunden sei, teilten die Bistümer weiter mit.