Beschäftigte bei "Tarifmittagspause" vor Globalfoundries

23. August 2019 - 19:20 Uhr

Hunderte Beschäftigte haben mit einer "Tarifmittagspause" vor dem Werkstor des Chipherstellers Globalfoundries (GF) protestiert. Das Unternehmen weigere sich, Gespräche mit der Gewerkschaft über die Einführung eines Tarifvertrages aufzunehmen, teilte die Gewerkschaft IG BCE Nordost am Freitag mit. "Sachsen hat die niedrigste Tarifbindung in Deutschland. Das muss sich ändern", sagte Verhandlungsführer Oliver Heinrich. Auch Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) war am Mittag vor Ort.

Das Unternehmen entgegnete am Abend in einer Stellungnahme, der Gewerkschaft seien Gespräche zum Tarifvertrag angeboten worden. Eine dritte Runde habe die IG BCE abgebrochen, "da wir nicht auf ihre ultimative Forderung nach sofortigem Beginn von formalen Haustarifverhandlungen eingegangen sind." Weiteren Sondierungsgesprächen werde sich das Unternehmen nicht verschließen. Derzeit arbeiten rund 3100 Beschäftigte im Dresdner Halbleiterwerk. Im Sommer 2018 hatte sich das Unternehmen nach dem Verlust eines Großkunden für Kurzarbeit entschieden. Seit diesem Februar wird am Dresdner Standort wieder regulär gearbeitet.

Quelle: DPA