„Ihr seid ein Segen für eure Patienten und deren Familien“

Berührender Facebook-Post zeigt, wie hart der Job in der Pflege wirklich ist

© Facebook/Laura McIntyre

25. Oktober 2019 - 10:22 Uhr

Extrem hohe körperliche und seelische Belastung

Nachtschichten, schwere Schicksale, keine Zeit für eine Pause - Krankenpfleger und -pflegerinnen stoßen in ihrem Berufsalltag immer wieder an ihre körperliche und seelische Belastbarkeitsgrenze. Um der Problematik mehr Aufmerksamkeit zu schenken, hat Laura McIntyre auf Facebook ein Foto ihrer Schwester Caty geteilt. Darauf sitzt sie weinend auf einem Sessel, hat einen Teller mit Essen auf dem Schoß - ihre erste Mahlzeit an diesem Tag. Sie arbeitet als Krankenschwester auf der Entbindungsstation. In ihren Feierabend startet sie nicht glücklich, sondern enttäuscht und verzweifelt.

„Sie hat normalerweise keine Zeit, um zu essen oder Wasser zu trinken“

Als Caty nach der Arbeit zu ihrer Schwester Laura fährt, trägt sie immernoch ihre Dienstkleidung und hatte den ganzen Tag keine Zeit, etwas zu essen. Laura hält den Anblick fest, als ihre Schwester weinend mit ihrer ersten Mahlzeit und einem Glas Wasser in der Hand bei ihr im Sessel sitzt. Sie beschließt, das Foto auf Facebook zu teilen, um auf den harten Job als Krankenschwester aufmerksam zu machen. 

"Sie wird mich töten, aber können wir uns mal kurz Krankenschwestern widmen? Caty hat gerade ihre fünfte Schicht in Folge beendet, sie hat über 53 Stunden in den letzten vier Tagen gearbeitet. Und da sind noch nicht die 1,5 Stunden inbegriffen, die sie jeden Tag im Auto sitzt. Sie hat normalerweise keine Zeit, um zu essen oder Wasser zu trinken", schreibt Laura auf Facebook.

Laura dankt ihre Schwester und allen anderen Krankenpflegern

Weiter schreibt sie: "Dieses Bild ist von einem Abend im Juli, als sie nach einem harten Arbeitstag zu mir kam. Sie war bei der Geburt eines toten Babys dabei. Habt ihr schonmal drüber nachgedacht, was Krankenschwestern auf Entbindungsstationen täglich sehen? Sie sehen Freude bei komplikationslosen Geburten und gesunden Babys und Müttern. Sie sehen Panik und Angst, wenn eine Mutter Angst hat. Sie sehen Furcht, wenn ein Not-Kaiserschnitt durchgeführt werden muss."

Am Ende ihres Posts richtet sie sich an alle Betroffenen: "Caty und alle anderen Krankenpfleger und -pflegerinnen - ihr seid etwas Besonderes. Ihr seid ein Segen für eure Patienten und deren Familien, mehr als ihr jemals glauben werdet. Danke für alles, was ihr tut."

Der emotionale Post wurde bisher über 200.000 Mal gelikt und mehr als 120.000 Mal geteilt.