Nach scharfer Hamilton-Kritik

Bernie Ecclestone verteidigt sich: „Kann nichts dafür, dass ich Weißer bin“

2019 Austrian GP RED BULL RING AUSTRIA JUNE 30 Bernie Ecclestone Chairman Emiritus of Formula
© imago images / Motorsport Images, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

29. Juni 2020 - 12:12 Uhr

Ex-F1-Boss legt in Interview nach

Ausgerechnet in einer Zeit, in der weltweit mit #blacklivesmatter gegen Rassismus gekämpft wird, äußert Bernie Ecclestone seine Zweifel an der ganzen Thematik: "In vielen Situationen sind Schwarze rassistischer als Weiße." Und löst damit die nächste große Diskussion aus. Klar, dass Weltmeister Lewis Hamilton in seinem Engagement für Gleichberechtigung darauf reagiert. Und auch die Formel 1 distanziert sich vom 89-Jährigen, der daraufhin nachlegt.

Video: Hamiltons Kampf gegen Rassismus

Ecclestone kritisiert seinen Nachfolger

"Mich von Rennen ausschließen? Ich würde ihnen nicht raten, das zu tun. Sie könnten es in Russland versuchen. Ich denke, ich würde wahrscheinlich dennoch einen Weg finden", so Ecclestone im Interview mit der britischen "Mail on Sunday" in Richtung der F1-Bosse. Der Russland-Hinweis ist eine Anspielung auf Ecclestones gutes Verhältnis zu Präsident Wladimir Putin.

Außerdem schickt der Ex-F1-Boss noch Kritik an seinen Nachfolger hinterher: "Ich bin froh, dass sie gesagt haben, dass ich nicht mehr in die Formel 1 involviert bin. Dann kann ich nicht mehr verantwortlich dafür gemacht werden, was sie versäumt haben, zu tun."

Ecclestone stellt klar: Bin kein Rassist

Als Reaktion auf Hamiltons Statement stellt Ecclestone klar: "Ich bin kein Rassist. Ich bin eigentlich ziemlich das Gegenteil." Der 89-Jährige berichtet, dass es sogar mal Überlegungen gab, dass Anthony Hamilton, Lewis Hamiltons Vater, und er gemeinsame Geschäfte machen. Eine Möglichkeit, über die sich Ecclestone angeblich nie Gedanken gemacht hätte, wäre er Rassist.

"Über die Jahre habe ich viele weiße Menschen getroffen, die ich nicht mochte. Aber nie einen Schwarzen, den ich nicht mochte", bekräftigt der Brite und meint: "Ich kann nichts dafür, dass ich Weißer bin oder dass ich kleiner bin als andere Männer." Letztendlich hoffe er einfach, dass "Schwarze auf sich aufpassen".