Ehemaliger F1-Boss für "deutschen Helden" in einem Silberpfeil

Bernie Ecclestone: Sebastian Vettel könnte Mercedes „emotionalen Schub“ geben

F1 Grand Prix of Bahrain - Practice
F1 Grand Prix of Bahrain - Practice
© Getty Images, Bongarts

19. Mai 2020 - 15:21 Uhr

Maranello mitverantwortlich für Vettels ungekrönte Ferrari-Zeit

Sebastian Vettel in einem Silberpfeil – das wäre "mega" findet der langjährige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Er rät  Mercedes zu einer Verpflichtung des viermaligen Champion – und führt dafür nicht nur sportliche Argumente an. Dafür, dass Vettel Ferrari ungekrönt verlässt, sieht er die Verantwortung auch bei den Verantwortlichen in Maranello.

"Mit Sebastian einen deutschen Helden zu verpflichten"

"Mercedes sollte sich gerade in der momentanen Situation überlegen, mit Sebastian einen deutschen Helden zu verpflichten", sagte Ecclestone "Sport1". Vettel verlässt Ferrari zum Jahresende und hat bislang noch kein neues Cockpit für die kommende Saison.

Ein Wechsel Vettels zu Mercedes würde sich aus der Sicht des ehemaligen Formel-1-Zampanos für Mercedes gleich in mehrfacher Hinsicht auszahlen: "Das könnte einen emotionalen Schub für die Mitarbeiter bewirken und auch für die Außenwelt positive Zeichen setzen. Die PR-Wirksamkeit von Vettel bei Mercedes wäre jedenfalls mega", sagte der 89-Jährige.

Ecclestone: Ferrari stand nicht so hinter Vettel wie hinter Schumacher

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat eine Verpflichtung Vettels zumindest nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Kein gutes Team werde es "einfach ignorieren, wenn ein viermaliger Weltmeister plötzlich auf dem Transfermarkt auftaucht", sagte Wolff der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Gleichzeitig betonte er im ORF, dass die Loyalität des Teams zunächst den aktuellen Piloten, Lewis Hamilton und Valtteri Bottas gelte. Die Verträge von beiden enden ebenfalls am Ende dieser Saison.

Dass Vettel bei Ferrari nicht in die Fußstapfen von Michael Schumachers treten konnte, lag nach Ansicht von Ecclestone nicht an Vettel: "Zwischen ihm und Ferrari war es nie derselbe Zauber wie zwischen Michael und den Italienern. Das Team und seine Teamchefs standen nie so hinter Vettel wie hinter Schumacher", sagte der langjährige Geschäftsführer der Motorsport-Königsklasse.

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