Ultraschall ist "vielversprechend"

Berliner Zoo: Die Zeichen stehen auf Panda-Nachwuchs

14. August 2019 - 12:22 Uhr

Pandadame Meng Meng ist sehr wahrscheinlich trächtig

Im Berliner Zoo stehen alle Zeichen auf Nachwuchs - zumindest zu 85 Prozent. So hoch ist nämlich die Wahrscheinlichkeit, mit der Pandadame Meng Meng trächtig ist. Laut dem Zoo sind die Untersuchungsergebnisse "vielversprechend". Eine Geburt könne Ende August oder Anfang September anstehen.

Sogar Zwillinge sind im Berliner Zoo möglich

"Auch wenn es bei Großen Pandas häufiger zur Scheinträchtigkeit kommt, gehen wir bisher zu etwa 85 Prozent davon aus, dass Meng Meng tatsächlich Nachwuchs erwartet", erklärte Experte Thomas Hildebrandt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung,das die Ultraschall- und Hormonuntersuchungen durchgeführt hat. In der Gebärmutter zeige sich zwar eine kleine Kugel, doch das bedeute nicht, dass es auch tatsächlich zur Geburt kommt. Zoodirektior Nasdreas Knieriem freut sich trotzdem: "So weit waren wir noch nie, [...] dass wir in der frühen Entwicklung eines Embryo stehen!" Sollte Meng Meng tatsächlich trächtig sein, schließt Hildebrandt eine Zwillingsgeburt nicht aus.

Pandabärin Meng Meng im Berliner Zoo.
Pandabärin Meng Meng in ihren Gehege im Berliner Zoo.
© dpa, Paul Zinken, pdz cul fux

Panda-Befruchtung in Berlin als echter Nervenkrimi

In der Hauptstadt wäre es nach früheren erfolglosen Versuchen mit anderen Panda-Paaren die erste Panda-Geburt. Pandadame Meng Meng (6) und Männchen Jiao Qing (9) leben seit Sommer 2017 im Berliner Zoo. Beide galten in Pandasex-Dingen als unerfahren und sorgten im April dieses Jahres für einen echten Nervenkrimi: Innerhalb von 72 Stunden musste die Pandabärin befruchtet werden. Um die Wahrscheinlichkeit auf Nachwuchs zu erhöhen, wurde Meng Meng daher auch künstlich besamt.

In freier Wildbahn gelten Pandas als gefährdet, weltweit gibt es nur noch weniger als 2.000 Exemplare. Und: Sämtliche Pandabären, die in Zoos leben, gehören der Volksrepublik China. Meng Meng, Jiao Qing und ihr potenzieller Nachwuchs sind Leihgaben an Berlin. Mehr Wissenswertes rund um Pandas finden Sie hier.