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Berliner Senat veröffentlicht fragwürdige Sex-Broschüre für Kitas – muss das sein?

ARCHIV - Nach dem Malen mit Wasserfarben waschen sich die mit bunten Schürzen ausgestatteten Krippenkinder (1,5 bis 3 Jahre) am 24.07.2013 in der BBW-Kindertageseinrichtung «forum thomanum» in Leipzig. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa (zu lsn «Kommunen
Müssen Kinder im Kindergarten schon mit sexueller Identität konfrontiert werden? Kindertagesstätte (Archivbild) © dpa, Waltraud Grubitzsch

Ein Kommentar von Tobias Grimm

Der Berliner Senat will, dass Kita Kinder alles über den Umgang mit sexuellen Lebensweisen erfahren. Darum hat er eine Broschüre für Erzieher und Erzieherinnen von Kitas erstellt. “Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“, so der Titel.

Ich frage mich: Warum müssen unsere Kinder bereits im Alter von unter sechs Jahren mit sexuellen Themen konfrontiert werden?

Können sechsjährige Kinder das überhaupt verstehen?

Grund für diese Broschüre sind laut Senat die vielfältigen Lebensweisen und Lebensentwürfe in Berlin. “Ich möchte mal einen Bart haben, Brüste mit Milch drin, Baby im Bauch, Penis und Scheide und eine hohe Stimme“, wird die fünfeinhalbjährige Kim in der Broschüre zitiert. “Viel Freude und Erfolg beim Einsatz der Materialien“, wünscht Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie in Berlin. Ob Kinder schon in so jungen Jahren alles über sexuelle Möglichkeiten erfahren müssen ist fraglich, meine ich. Können sechsjährige Kinder diese Infos überhaupt verstehen?

Die Berliner CDU will die Broschüre stoppen

Auch für Florian Graf, Vorsitzender der CDU-Fraktion Berlin, geht das zu weit. “Ich bin der Meinung, dass Fragen der sexuellen Vielfalt nicht in die Kitas gehören.“

Und auch ich finde: Informationen über sexuelle Lebensweisen und Identitätsbildung gehören in die Schule und nicht in den Kindergarten.

“Kleinstkinder sollen Kind sein dürfen“

Auch wenn viele Kinder inzwischen nicht mehr aus traditionellen Familien kommen, sollte es mit der Aufklärung über sexuelle Varianten bei den Kleinsten nicht übertrieben werden.

“Kleinstkinder sollen Kind sein dürfen, ohne in jüngsten Jahren mit Fragestellungen zur sexuellen Identität konfrontiert zu werden“, sagt Graf weiter. Richtig.

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